Die Bavierschule soll unter einem Dach mit der Grundschule Falkenstraße erhalten bleiben. Die Stadt wird den Rat am Dienstag informieren.

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Zwei Schulen künftig unter einem Dach: die Bavierschule und die Gemeinschaftsgrundschule Falkenstraße. (Foto

Zwei Schulen künftig unter einem Dach: die Bavierschule und die Gemeinschaftsgrundschule Falkenstraße. (Foto

Dirk Thomé

Zwei Schulen künftig unter einem Dach: die Bavierschule und die Gemeinschaftsgrundschule Falkenstraße. (Foto

Erkrath. Alles deutet darauf hin, dass die Bavierschule in Alt-Erkrath erhalten bleibt. Zwar ist die Zahl der Anmeldungen mit bisher 17 künftigen i-Dötzchen wieder äußerst bescheiden. Aber Weitsicht heißt das Gebot der Stunde: Nahe der Schule entstehen auf dem ehemaligen Gießereigelände von Pose Marré rund 300 neue Wohneinheiten. Und, so das Kalkül, viele junge Familien werden dort einziehen. Die sollen die Schülerzahlen wieder nach oben schnellen lassen. Das wird auch nötig sein, anderenfalls wird die Bezirksregierung irgendwann Fakten schaffen.

Bavier- und Falkenschule würden unter gemeinsamer Leitung stehen

Derzeit allerdings ist laut Heide Ruhnau, kommissarische Rektorin der Bavierschule, auch Düsseldorf bereit, eine Verbundlösung mitzutragen. Das würde bedeuten, dass die Bavierschule mit der Grundschule Falkenstraße zusammengeht; beide Standorte blieben erhalten, es gebe nur noch eine Leitungsebene. Außerdem würden die pädagogischen Konzepte angeglichen.

Denn die städtische Gemeinschaftsgrundschule Falkenstraße unterrichtet nach Montessori-Grundsätzen. "Wir werden uns da heranarbeiten", sieht Heide Ruhnau darin kein Problem. Doch nun seien erst einmal die beiden Lehrerkollegien am Zuge. "Das Gespräch mit der Stadt war wirklich gut", betont sie.

Dem steht Ulrich Schwab-Bachmann, Leiter des Amtes für Schule, Kultur und Sport, in nichts nach: "Es sieht gut aus. Das Gespräch mit Vertretern der Bezirksregierung war konstruktiv. Alle wollen den Standort Bavierschule auf jeden Fall erhalten", sagt er. Selbstverständlich müsse da auch noch die Politik zustimmen.

Dienstagabend wird der Stadtrat informiert

Der nächste Schritt wird sein, Dienstagabend den Stadtrat zu informieren. Schwab-Bachmann geht davon aus, dass die Parteien ebenfalls Interesse daran haben, den Standort Bavierschule zu erhalten - andernfalls müssten die Kinder nach Hochdahl. "Es sei denn, die Eltern schwenken um auf die Johannesschule, die ist jedoch katholisch. Und die Grundschule Falkenstraße ist bereits zweizügig und damit am Limit", erläutert er. Mit der Entstehung des neuen Wohngebietes würden die Karten ohnehin neu gemischt.

Dienstag wird die Stadtverwaltung den Stadtrat über den derzeitigen Stand der Dinge informieren. Stimmen die Parteien mehrheitlich der Verbundlösung zu, könnte sich bereits am 5. Mai der Schulausschuss damit beschäftigen. Nur einige Tage später (11. Mai) tagt der Stadtrat wieder. Parallel dazu müsste noch eine positive Stellungnahme der Schulkonferenzen erfolgen.

Betroffene Eltern sollen nach den Osterferien informiert werden.

Gibt die Politik grünes Licht, dann wäre der nächste Schritt der, dass die beiden Schulkonferenzen eine positive Stellungnahme abgeben. Am 5.Mai findet der nächste Schulausschuss statt, bereits einige Tage später trifft sich wieder der Stadtrat. Geht es nach Schwab-Bachmann, wird die Verbundlösung bereits mit Beginn des neuen Schuljahres eingeführt.

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