Gerberstrasse: Vermutlich haben erneut die Arbeiten auf dem Gelände von Pose-Marré den Schaden verursacht.

Knick im Verbau: Dieses Foto zeigt deutlich, wo die Wand nachgegeben hat.
Knick im Verbau: Dieses Foto zeigt deutlich, wo die Wand nachgegeben hat.

Knick im Verbau: Dieses Foto zeigt deutlich, wo die Wand nachgegeben hat.

Dirk Thomé

Knick im Verbau: Dieses Foto zeigt deutlich, wo die Wand nachgegeben hat.

Erkrath. Kleine Ursache, große Wirkung: Auch wenn die Gerberstraße vorgestern nur in einem Bereich von etwa einem Quadratmeter um drei Zentimeter abgesackt ist, ist sie zwischen Bongardstraße und Bavierpark gesperrt. "Dort wurden Bewegungen an mehreren Stellen und kleine Risse beobachtet", sagt Georg Krautwurst. "Die Sperrung ist eine Vorsichtsmaßnahme, bis wir wissen, was die Bodengutachter zu den Erdbewegungen sagen", fügt der Chefplaner der Neuen Mitte hinzu.

Dass die Bauarbeiten auf dem Pose-Marré-Gelände mit der Absenkung der Gerberstraße in Zusammenhang stehen, leugnet Krautwurst nicht. Aber er versichert, dass weder seine Fachleute noch Vermesser Schwankungen in dem Verbau festgestellt haben. Auch die im Erdreich unter der Straße angebrachten Anker, die den Verbau stützen, hätten sich nicht gelöst, so Krautwurst.

Zur Erinnerung: 35 Anker wurden zur Stabilisierung der Stützwand zwischen Baugrube und Gerberstraße ins Erdreich getrieben worden. Im Oktober hatte sich einer von ihnen gelöst, ein Teil der Gerberstraße sackte daraufhin ab und musste komplett gesperrt werden.

Was diesmal die Ursache für das Absacken der Fahrbahn ist, weiß Krautwurst nicht. "Es ist schwierig, zu sagen, woran es liegt. Die Straße hat auch Frostschäden." Er hofft, heute Ergebnisse der Bodengutachter vorliegen zu haben.

In drei Wochen soll das Problem keines mehr sein

In drei Wochen, wenn die Kellerdecke für die neuen Mehrfamilienhäuser entlang der Gerberstraße erstellt und der Rest verfüllt wird, ist das Problem laut Krautwurst vom Tisch. "Und eine neue Deckschicht für die Gerberstraße war sowieso geplant."

Wie bereits im Oktober wird der Autoverkehr auf der Bongardstraße, von der Kreuzstraße aus kommend, vor dem ehemaligen Hertie-Gebäude durch die Fußgängerzone bis zur Gerberstraße geleitet.

Die Straßenverkehrsbehörde hofft, den Verkehr auf der Gerberstraße heute zumindest wieder einspurig frei geben zu können.

Das nutzte den Autofahrern gestern wenig. Dutzende wollten am Vormittag zur Bahnstraße und zum Bavierplatz - doch über die Gerberstraße gab es kein Durchkommen. Es sind zwar nur rund 50 Meter, die nicht mehr befahren werden können, doch für den Paketboten Serkan waren diese 50 Meter entscheidend. "Wie komme ich jetzt zum Ende der Gerberstraße?", fragte er genervt einen Passanten, um dann sein Glück mit der ausgeschilderten Umleitung zu versuchen. Auch für die Begegnungsstätte der Caritas sind es 50 ungünstige Meter. Die Stellplätze für Gäste und die Behindertenparkplätze sind nicht mehr zu erreichen.

Peter Odental blickte interessiert auf die Baustelle, wo die Arbeiter trotz Schneefalls und abgesackter Fahrbahn ihrer Arbeit nachgehen. "Das ist ja nun schon das zweite Mal", bemerkte er. "Aber die werden schon aufpassen, dass da nichts passiert." Eine ältere Hundehalterin äußerte sich nicht ganz so zuversichtlich. "Das hätten die mal gleich am Anfang sperren sollen. Nun muss zweimal repariert werden."

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