Aktion: Die Hundeschule Rhein-Wupper hat am Samstag das Schützenfest besucht und mit den Vierbeinern Kunststücke gezeigt.

Hundetrainerin Michaela Alipas mit ihrem Hovawart Arek (l.) und dem Schweizer Sennenhund Bruno.
Hundetrainerin Michaela Alipas mit ihrem Hovawart Arek (l.) und dem Schweizer Sennenhund Bruno.

Hundetrainerin Michaela Alipas mit ihrem Hovawart Arek (l.) und dem Schweizer Sennenhund Bruno.

Dirk Thomé

Hundetrainerin Michaela Alipas mit ihrem Hovawart Arek (l.) und dem Schweizer Sennenhund Bruno.

Erkrath. Da staunen die kleinen Zuschauer nicht schlecht: Schweizer Sennenhund Bruno begrüßt den Besuch mit einem Küsschen auf die Wange, Hovawart Arek schlägt in die hingehaltene Hand ein. Grund des nachbarschaftlichen Besuchs, der auf der Bühne im Schützenzelt am Gerberplatz aufgeführt wird, ist jedoch kein schöner: Arek hat eine Mütze und Socken stibitzt.

"Du Schuft", schimpft Frauchen und Hundetrainerin Michaela Alipas. Das Stichwort kennt der Vierbeiner: Er legt den Kopf auf den Boden und hält eine Pfote scheinbar verlegen vor seine Augen. Auch beim Schlafengehen beweist Arek, dass er seine Kommandos beherrscht. "Bist du müde?", fragt Alipas und Arek legt sich flach auf den Boden. Einen Lacher erntet Alipas mit der Frage, ob ihm denn nicht kalt sei. Trotz der Hitze im Zelt schnappt der Hovawart nach der Decke und zieht sie über sich.

Kleine Fehler nimmt das Publikum den Stars auf vier Pfoten nicht übel

Das Publikum ist begeistert - auch, wenn mal ein Trick nicht ganz klappt. So will ein Einbrecher den Schweizer Sennenhund Bruno erschießen. Das Kommando "peng" setzt dieser jedoch nur zögernd um. Also wird improvisiert. "Wenn man mit Tieren auf der Bühne arbeitet, klappt nicht immer alles auf Anhieb", erklärt Gabi Klaassen, Inhaberin der Hundeschule Rhein-Wupper. Mit Michaela Alipas, zwei weiteren Hundetrainerinnen und insgesamt vier Tieren ist sie zu Gast auf dem Erkrather Schützenfest.

Die Kinder probieren die Tricks selbst mit den Hunden aus

Ihr Ziel ist jedoch nicht nur, die Kunststücke ihrer vierbeinigen Schützlinge zu präsentieren, sondern vor allem, den kleinen Zuschauern den richtigen Umgang mit dem Hund näher zu bringen. "Zunächst müsst ihr immer den Besitzer fragen, ob ihr den fremden Hund streicheln dürft", sagt Klaassen. "Dann geht ihr nicht einfach hin und fasst das Tier an. Ihr müsst euch erst kennenlernen. Dazu haltet ihr eure Hand hin, damit der Hund daran riechen kann."

Das probieren die Kinder gleich an Arek und Bruno aus. Wer besonders mutig ist, testet die Kommandos selbst, lässt sich eine Pfote oder ein Küsschen geben. Für Kinder, die Angst vor Hunden haben, haben die Trainer immer ein besonders ruhiges Tier dabei. Dessen Einsatz ist an diesem Samstag jedoch nicht nötig; die Kinder gehen sicher mit den großen Hunden um. "Besonders Arek gefällt mir gut. Er hat so weiches Fell. Ich hätte auch gerne einen eigenen Hund", schwärmt die zehnjährige Marie, während sie sehnsüchtig in die treuen Hundeaugen schaut.

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