Schule: Die Firma Grundfos und das Gymnasium Hochdahl sind jetzt Kooperationspartner.

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Kämmerer Heribert Schiefer, Landrat Thomas Hendele, Monika Eichner und Frank Wiehmeier von der Firma Grundfos und Dieter Smolka, Leiter des Gymnasiums Hochdahl, (v.l.) bei der Unterzeichnung des Vertrags.

Kämmerer Heribert Schiefer, Landrat Thomas Hendele, Monika Eichner und Frank Wiehmeier von der Firma Grundfos und Dieter Smolka, Leiter des Gymnasiums Hochdahl, (v.l.) bei der Unterzeichnung des Vertrags.

Dirk Thomé

Kämmerer Heribert Schiefer, Landrat Thomas Hendele, Monika Eichner und Frank Wiehmeier von der Firma Grundfos und Dieter Smolka, Leiter des Gymnasiums Hochdahl, (v.l.) bei der Unterzeichnung des Vertrags.

Erkrath. Was haben ein Pumpenvertriebs-Unternehmen und die Schüler des Gymnasiums Hochdahl gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts, und da liegt für Landrat Thomas Hendele ein zentrales Problem: "Die Zweige Schule und Wirtschaft entfernen sich immer mehr voneinander. Praktika reichen nicht, wir müssen Schülern zeigen, wie Wirtschaft funktioniert - und umgekehrt."

Die Kooperation beinhaltet Besuche der Schüler im Betrieb

Um eine Annäherung zu erzielen, sind nun das Gymnasium Hochdahl und der Erkrather Pumpenhersteller Grundfos im Rahmen des Kooperationsnetzes Schule-Wirtschaft (KSW) einen Partnerschaftsvertrag eingegangen. Gestern besiegelten Schuldirektor Dieter Smolka und die Vertreter der Grundfos GmbH die Zusammenarbeit. Diese beinhaltet unter anderem gemeinsame Projekte und Besuche der Klassen im Betrieb.

Schüler Moritz Neuhoff, der die elfte Klasse besucht, findet die Partnerschaft eine gute und sinnvolle Idee: "Wir Schüler profitieren von dieser Kooperation. Wie sonst soll man sonst so praxisnah etwas über die Berufe erfahren? Ich würde mich auch über Partnerschaften mit Betrieben aus anderen Branchen freuen."

Fehlende Informationen führen oft zur falschen Berufswahl

Den Schülern die Berufe näher zu bringen, ist auch das Anliegen von Frank Wiehmeier, Niederlassungsleiter des Vertriebsbereiches Gebäudetechnik bei "Grundfos": "Manchmal fehlen den Schülern wichtige Informationen zu den Berufen. Das führt oft zu falschen Entscheidungen. Wir haben den jungen Menschen gegenüber eine soziale Verantwortung."

Wie das Projekt tatsächlich in den Unterricht eingebunden wird, bleibt den Lehrern selbst überlassen. Möglichkeiten gibt es viele: So wird Nadine Hitzges beim Thema Bewerbung Unterstützung von einer Grundfos-Mitarbeiter bekommen. "Sie wird den Schülern aus ihrer Erfahrung mit Bewerbern und Bewerbungsschreiben nützliche Tipps geben können - wahrscheinlich praxisnaher, als wir Lehrer das im reinen Theorie-Unterricht können."

Praxisnähe fördert die Motivation der Schüler

Die Kooperation Schule Wirtschaft Mettmann wird seit 2002 durchgeführt. Mittlerweile gibt es insgesamt 65 Lernpartnerschaften im gesamten Kreis. In Erkrath sind die zwei Hauptschulen und eine Realschule beteiligt, weitere Schulen haben Interesse angemeldet.

Praxisnähe ist auch für Lehrer Johann Henseler ein ausschlaggebender Faktor. "Wenn man den Schülern ein konkretes Beispiel geben kann, wird der Unterricht interessanter; die Motivation steigt." Er lehrt Geschichte, Politik und Erdkunde am 940 Schüler starken Gymnasium und wird das Unternehmen als Fallbeispiel in seinen Unterricht integrieren. Außerdem werden noch ein Bewerbertraining und ein Businessenglisch-Kurs angeboten, so Smolka.

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