Am Samstag wurde das Bad wie geplant wiedereröffnet. Fürs Aufheizen des Sportbeckens fehlte allerdings die Zeit.

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Michael Reiher, der neue Pächter des Bistros im Neanderbad, und Suzana Bielic bedienen erste Kunden.

Michael Reiher, der neue Pächter des Bistros im Neanderbad, und Suzana Bielic bedienen erste Kunden.

Dirk Thomé

Michael Reiher, der neue Pächter des Bistros im Neanderbad, und Suzana Bielic bedienen erste Kunden.

Erkrath. Zum Schluss war es eine Punktlandung. Nachdem das Neanderbad vier Wochen lang renoviert wurde und der Zeitplan für die Wiedereröffnung zwischenzeitlich zu platzen drohte, klappte es dann doch noch. "Wir haben bis Sonntag die letzten Handgriffe erledigt", sagte Gregor Jeken am Samstagmorgen hörbar erleichtert "Hier hat alles in Schutt und Asche gelegen", berichtete der Stadtwerke-Geschäftsführer von den umfangreichen Sanierungsarbeiten, die im Rahmen der Mängelbeseitigung notwendig geworden waren.

Fliesen wurden abgeschlagen und neu verlegt, Arbeiten an der Filteranlage und etliche Schönheitsreparaturen standen ebenfalls auf der Liste der Gewährleistungspflichten. Dass die Zeit nicht mehr ausreichte, um das Wasser im Sportbecken auf die üblichen 27 Grad aufzuheizen, störte am Samstag die wenigsten Besucher. "Wir konnten erst ab Mittwoch das Wasser einlassen, und die Aufwärmphase war zu kurz. Deshalb haben wir heute nur 20 Grad in diesem Becken", so Jeken, der daraufhin kurzerhand entschied, dass der Badbesuch am Samstag kostenlos war.

Im Bistro weht ein frischer Wind

Nachdem die Stadtwerke dem früheren Pächter des Bistros wegen erheblicher Außenstände fristlos gekündigt hatten, weht auch dort seit dem Wochenende ein frischer Wind. Mit Michael Reiher soll nun ein gelernter Hotelfachmann das Ruder rumreißen. Der 33-Jährige ist vom Fach und betreibt neben dem neuen "Bistro Kliff" im Neanderbad zwei weitere Bäder-Bistros in Troisdorf und Düsseldorf.

Von der Möglichkeit, gastronomisch in Erkrath sesshaft werden zu können, hatte er durch die Immobilienbörse erfahren. Daraufhin hat er sich erstmal als Badegast auf den Weg ins Neanderbad gemacht, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Davon, dass sein Vorgänger finanziell in Bedrängnis geraten ist, lässt sich Michael Reiher nicht beirren. "Es gibt genug Potenzial", glaubt er.

Mit einer ausgewogenen Speisekarte will er die Badegäste überzeugen. So gibt es neben den obligatorischen Pommes auch einen Salatteller oder eine Folienkartoffel mit Quark. Außerdem können Eltern ihren Nachwuchs zum Kindergeburtstag im "Bistro Kliff" bewirten lassen.

Das Neanderbad verfügt mit dem Sportbecken, dem Solebecken und einem Nichtschwimmerbecken über insgesamt 1200 Quadratmeter Wasserfläche. Im Sommer wird außerdem das Außenbecken geöffnet. Im vergangenen Jahr besuchten 270000 Gäste das Freizeitbad an der Hochdahler Straße. Der Eintritt kostet 3,50 Euro (Kinder und Jugendliche 2,50 Euro), die Badezeit beträgt 2,5 Stunden.

"Eine gute Idee", findet Martina Kolditz, die mit ihren Söhnen Tim (9) und Marcel (8) aus Mettmann gekommen war, um im Neanderbad abzutauchen. Währenddessen ließ sich Karl-Heinz Eickholt im Bistro das Frühstück schmecken. Der Vorsitzende des Personalrats der Stadtverwaltung nutzt häufig seine freie Zeit für einen Besuch des Neanderbads - Frühstück inklusive.

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