Ausschussmitglieder folgen der Forderung nach Tempolimit für einen Teil des Millrather Wegs.

Zahlreiche Anwohner des Millrather Wegs waren in den Sitzungssaal gekommen, um ihrer Forderung nach Tempo 30 für Teile der Straße in Unterfeldhaus Nachruck zu verleihen.
Zahlreiche Anwohner des Millrather Wegs waren in den Sitzungssaal gekommen, um ihrer Forderung nach Tempo 30 für Teile der Straße in Unterfeldhaus Nachruck zu verleihen.

Zahlreiche Anwohner des Millrather Wegs waren in den Sitzungssaal gekommen, um ihrer Forderung nach Tempo 30 für Teile der Straße in Unterfeldhaus Nachruck zu verleihen.

Dirk Thomé

Zahlreiche Anwohner des Millrather Wegs waren in den Sitzungssaal gekommen, um ihrer Forderung nach Tempo 30 für Teile der Straße in Unterfeldhaus Nachruck zu verleihen.

Erkrath. Dass sich manch langwieriger Konflikt plötzlich ganz einfach lösen lassen kann, zeigte am Mittwochabend die Sitzung des Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr.

Die Mitglieder des Ausschusses beschlossen einstimmig, auf einem Teilstück des Millrather Wegs, zwischen Niermannsweg und Matthias-Claudius-Straße, Tempo 30 einzuführen.

Freude bei den rund 40 anwesenden Anwohnern der Straße und Angehörigen der Grundschule Millrather Weg. Sie waren mit Kindern und bunten Protestschildern im Sitzungssaal des Rathauses erschienen. Ihre Forderung: Tempo 30 auf dem Millrather Weg und damit mehr Verkehrssicherheit für Schulkinder und Anwohner.

Was sie an diesem Aschermittwoch zu sehen bekamen, war eine stellenweise beinahe karnevaleske Ausschussdebatte. Plötzlich wollte jede politische Fraktion schon immer für Tempo 30 im Bereich der Grundschule gewesen sein - ganz ungeachtet früherer Beschlüsse.

"Tempo 30 zwischen dem Neuenhausplatz und der Matthias-Claudius-Straße ist sinnvoll", sagte Wilfried Schmidt (CDU), selbst Anwohner des Millrather Wegs.

Doch damit nicht genug: "Wir müssen uns auch mit der Frage beschäftigen, wie wir das durchsetzen können", forderte Peter Knitsch (Bündnisgrüne). Dazu, so einigte sich der Ausschuss, sollen Möglichkeiten geprüft werden, wie denn die bald neu eingeführte Tempo-30-Regelung bestmöglich durchgesetzt werden kann.

Hoffnungen auf groß angelegte Kontrollen der Polizei erteilte Erkraths Polizeichef Werner Heidrich eine Absage. Seine Ressourcen würden zusätzliche Kontrollen nicht zulassen.

Eine Aussage, die eine Anwohnerin des Millrather Wegs spontan zu dem Vorschlag verleitete, gelegentlich die Radarfalle von der Straße "Am Maiblümchen" zur Grundschule am Millrather Weg zu verlagern. Es müsse ja nicht erst wie an der Schimmelbuschstraße etwas passieren, damit kontrolliert werde, rief die Mutter einer Schülerin ins Plenum.

Nach der Abstimmung zog das Publikum zufrieden von dannen. Ab wann nun allerdings auf dem Millrather Weg Tempo 30 gelten wird, war vom Ausschuss nicht zu erfahren.

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