Nach Angaben des Bürgermeisters blockiert der Personalrat schnelle Neueinstellungen.

Gabi Heidrich-Ozminski (l.) ist eine der Mitarbeiterinnen der Bürgerbüros, die künftig zwischen Kaiserhof und Hochdahler Markt pendeln müssen.
Gabi Heidrich-Ozminski (l.) ist eine der Mitarbeiterinnen der Bürgerbüros, die künftig zwischen Kaiserhof und Hochdahler Markt pendeln müssen.

Gabi Heidrich-Ozminski (l.) ist eine der Mitarbeiterinnen der Bürgerbüros, die künftig zwischen Kaiserhof und Hochdahler Markt pendeln müssen.

Archiv

Gabi Heidrich-Ozminski (l.) ist eine der Mitarbeiterinnen der Bürgerbüros, die künftig zwischen Kaiserhof und Hochdahler Markt pendeln müssen.

Erkrath. Wie lebte es sich eigentlich vor zehn Jahren - zu einer Zeit, als es keine Bürgerbüros gab und Menschen mit dem Wunsch einer Verlängerung ihres Personalausweises oder dem Erwerb eines Müllsacks die Tiefe der Rathausflure kennen lernten?

"Die Pläne für Unterfeldhaus liegen damit auf Eis."

Einen Teil des unbequemen Ausmaßes eingeschränkter Serviceleistungen können Bürger ab sofort erleben: Wegen akuter Perssonalprobleme werden die beiden Bürgerbüros im Kaiserhof und am Hochdahler Markt auf nicht absehbare Zeit an den meisten Tagen lediglich im Wechsel öffnen (siehe dazu den oben stehenden Kasten).

"Wir haben einen Dauerkranken, und jetzt hat auch noch ein Mitarbeiter gekündigt", sagte am Mittwoch Bürgermeister Arno Werner auf Nachfrage. Vor allem die Kündigung habe eine Lücke gerissen. Die aufzufüllen sei allerdings nur theoretisch möglich: "Wir hätten Interessenten, mit denen die Stellen kurzfristig zu besetzen wären", so Werner. Die praktische Umsetzung scheitere jedoch am Einspruch des Personalrats. Der bestehe auf einer öffentlichen Ausschreibung. "Das kann Wochen bis Monate dauern." Die Möglichkeit verwaltungsinterner Umbesetzungen, die nicht des Segens der Arbeitnehmervertretung bedürfen, würden zurzeit geprüft, so Werner.

Bis eine Lösung gefunden ist, müssen nicht nur die fünf verbliebenen Mitarbeiter der Bürgerbüros - jeweils zwei machen in einem Büro Dienst - zwischen den Stadtteilen pendeln. Auch Bürgern rät Werner, auf innerstädtische Reisen zu gehen. "Was nicht dringlich ist, muss warten. Sonst müssen die Leute in den anderen Stadtteil fahren."

Das gilt für die Menschen in Unterfeldhaus sowieso - und daran wird sich auch vorläufig nichts ändern. Die Pläne, in den kommenden Wochen im kleinsten der drei Stadtteile ein mobiles Bürgerbüro zu eröffnen, "liegen damit natürlich auf Eis", so Werner. Wenn der Betrieb der bestehenden Büros schon nicht zu sichern sei, müsse Unterfeldhaus warten.

Das Bürgerbüro im Kaiserhof wird am Donnerstag ab 13 Uhr geschlossen. Am Freitag ist das in Hochdahl geschlossen. Vom 9. bis 13.Februar bleibt das im Kaiserhof, vom 16. bis 20. Februar das am Hochdahler Markt geschlossen. Vom 24. bis 27. Februar ist dann wieder Alt-Erkrath geschlossen.

Es gibt zwei Büros: eines am Hochdahler Markt 10a, das andere im Kaiserhof. Neben Meldeangelegenheiten wie der Verlängerung von Pässen sind dort auch zahlreiche weitere Leistungen zu erhalten - von der Aufenthaltsgenehmigung bis zur Wehrerfassung.

Montags und dienstags von 7.30 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 7.30 bis 13 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr. Der Samstag wurde nach einer Probephase als Öffnungstag wieder abgeschafft.

Die Bürgerbüros sind unter den Telefonnummern 0211/24073230 oder -3232 zu erreichen. die Mail-Adresse: buergerbuero@erkrath.de

Die Möglichkeit, beide Bürgerbüros durch eine Urlaubssperre für die verbliebenen Mitarbeiter zu sichern, kommt für den Bürgermeister nicht in Frage: "Das wäre höchst demotivierend und ist daher keine Lösung."

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer