Gestern wurde das Probepflaster verlegt. Die WZ fragte Schuh-Expertinnen nach ihrer Meinung.

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Ein kleiner Schritt für die beiden Damen, ein großer für die Zukunft des Hochdahler Marktes: Susann Krüll (l.) und Katja Hansen testen die Griffigkeit des Probepflasters (in der Mitte die kleinen Natursteine, links und rechts die beiden Varianten für die großen Flächen). Raimund Piechulek, der die Steine verlegt hat, ist auf das Urteil gespannt.

Ein kleiner Schritt für die beiden Damen, ein großer für die Zukunft des Hochdahler Marktes: Susann Krüll (l.) und Katja Hansen testen die Griffigkeit des Probepflasters (in der Mitte die kleinen Natursteine, links und rechts die beiden Varianten für die großen Flächen). Raimund Piechulek, der die Steine verlegt hat, ist auf das Urteil gespannt.

Dirk Thomé

Ein kleiner Schritt für die beiden Damen, ein großer für die Zukunft des Hochdahler Marktes: Susann Krüll (l.) und Katja Hansen testen die Griffigkeit des Probepflasters (in der Mitte die kleinen Natursteine, links und rechts die beiden Varianten für die großen Flächen). Raimund Piechulek, der die Steine verlegt hat, ist auf das Urteil gespannt.

Hochdahl. Eisig kalt fegt der Westwind über den Hochdahler Markt. Das ist Wetter für Ohrenschützer und kurze Wege zwischen wärmenden Zielen. Trotzdem unterbrechen Passanten ihre Hast und bleiben vor einem mehre Quadratmeter großen Rechteck aus Schalbrettern stehen, in das Raimund Piechulek gerade einen schwere Betonplatte wuchtet.

Er ist Mitarbeiter der Firma, die den Auftrag bekommen hat, im südlichen Bereich des Marktes eine Probe dessen anzulegen, was zwischen April und Dezember im großen Stil verlegt werden soll. "Die Bürger können sich so ein Bild davon machen, wie das später aussieht", sagt Tiefbauamtsleiter Peter Heffungs.

Eine Hochdahlerin, die dieses Angebot annimmt, ist Silvia Fronczak. "Die Farbe finde ich nicht schlecht", sagt sie. Gemeint ist sowohl das vorwiegende Grau der großen Betonblöcke als auch das mit Braun gesprenkelte der kleineren. "Es werden nicht beide Varianten der grauen Blöcke verlegt. Wir werden uns für eine entscheiden", so Heffungs.

Dazwischen liegen Natursteine aus braunem Granit, die zur Auflockerung über den gesamten Markt wie eine sich windende Schlange verlegt werden. "Die Frage ist nur, was passiert, wenn die Steine feucht werden?", wirft Fronczak ein.

"Das Geschäft im Außenbereich ist für uns gelaufen."

Jost Remmert, Betreiber des Cafés am Markt

Im trockenen Zustand sind sie auf jeden Fall rau und rutschhemmend - die kleinen Grauen noch mehr als die großen. Das sagen die Fingerspitzen. Und was meinen Schuhsohlen? Zum ersten Praxistest bitten wir Katja Hansen, stellvertretende Vorsitzende der Werbegemeinschaft Hochdahler Markt, sowie die Sprecherin der Interessenvertretung, Susann Krüll.

Letztere tritt in sportlichen Stiefeln an, Hansen trägt Pumps mit halbhohem, schlanken Absatz. Aber egal, ob bequem oder schick - "das ist rutschfest", lautet das Urteil der Expertinnen. Unterschiedliche Noten geben die Damen für den optischen Wert: Während Hansen die Kombination aus Beton und Naturstein für gelungen hält, meint Krüll: "Mir ist das zu klinisch. Ich finde die jetzigen Natursteine besser."

Für Jost Remmert ist das Aussehen nur zweitrangig. Der Inhaber des Cafés am Markt sorgt sich um sein Geschäft: "Wenn im April hier begonnen wird, ist das Geschäft im Außenbereich für uns gelaufen", fürchtet er.

Großes Interesse an der Meinung ihrer Bürger hat die Verwaltung allerdings nicht. Das gezielte Sammeln von Meinungen, welches Pflaster denn nun besser gefällt, sei nicht geplant, sagt Peter Heffungs. "Wer möchte, kann sich nlpatürlich per E-Mail bei uns melden."

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