14 Gruppen aus der ganzen Stadt geben einen Einblick in die vielfältige Theaterkultur Erkraths.

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„Zeitgeist“ heißt das Musical aus der Feder der Realschüler. Es handelt vom Schulalltag, vom Drang nach Anerkennung, von Mobbing und dem Wunsch, etwas Eigenes zu schaffen.

„Zeitgeist“ heißt das Musical aus der Feder der Realschüler. Es handelt vom Schulalltag, vom Drang nach Anerkennung, von Mobbing und dem Wunsch, etwas Eigenes zu schaffen.

Dirk Thomé

„Zeitgeist“ heißt das Musical aus der Feder der Realschüler. Es handelt vom Schulalltag, vom Drang nach Anerkennung, von Mobbing und dem Wunsch, etwas Eigenes zu schaffen.

Erkrath. Die Stimmung vor dem großen Finale in Halle 23 ist leicht gespannt. Schnell werden die letzten Mikrofone in Betrieb genommen, die Frisur gerichtet, und pünktlich zum Soundcheck setzt das Lampenfieber ein.

Nur wenige Minuten später ist davon nichts mehr zu spüren, als zu harten Beats die Musicalgruppe der Erkrather Realschule den ersten Song ihres Musicals "Zeitgeist" singt.

"Das wird laut, schrill und schräg", hatte Jugendreferent Werner Meier noch kurz vor Beginn gewarnt, und er behält Recht. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren bringen beim Erkrather Laientheaterfestival einen Teil ihres Lebens auf die Bühne. Schulalltag, der Drang nach Anerkennung, Mobbing und auch der Wunsch, etwas Eigenes zu erschaffen: Das alles findet sich im Musical wieder, das passenderweise davon handelt, ein Musical auf die Beine zu stellen.

Monika Thöne und Werner Meier haben das Fest auf die Beine gestellt

Zum Festival fand die Gruppe der Neuntklässler durch Veranstalterin Monika Thöne. Zum vierten Mal schon hat sie mit Jugendreferent Werner Meier und zahlreichen Helfern das zweitägige Theaterfest auf die Beine gestellt. 14 Laiengruppen aus der ganzen Stadt sind dabei und liefern einen Einblick in die vielfältige Theaterkultur Erkraths.

Thematisch haben die Veranstalter das Wochenende in zwei Teile aufgespalten. Der Sonntag gehört den etablierten Laiengruppen, der Samstag ist ganz in der Hand der Kinder und Jugendlichen.

"Sehr ausdrucksstark und authentisch", fasst Jugendreferent Meier die Leistung der Jungschauspieler zusammen. "Ein paar Fehler waren dabei, aber in der Tendenz war es total klasse."

Gefühlvolle und teils beeindruckende Gesangsleistungen

Auf der Bühne haben die jugendlichen Schauspieler derweil diverse Schicksalsschläge überstanden und arbeiten nun gemeinsam an ihrem Musical im Musical. Die gefühlvoll mit teils beeindruckenden Gesangsleistungen vorgetragenen Songs aus der Feder von Lehrer Thorsten Rath machen den einen oder anderen verstolperten Dialog mehr als gut. Fast ein Jahr haben die Vorbereitungen gedauert. Für viele der Jugendlichen ist es das erste Mal auf der Bühne.

Carola Fritsch ist Mitglied der Theatergruppe "Spotlight" und hat schon mehr Bühnenerfahrung. Vor der Leistung ihrer jungen Kollegen hat sie großen Respekt. "Ich fand die Kindergruppen extrem gut", sagt sie anerkennend.

Für sie geht es am Sonntag auf die Bühne. Dann werden neben "Spotlight" auch das Improvisationstheater "Impromix", Leo Ritz und Jan Michaelis und auch der Theaterverein "Stückwerk" Einblicke in ihre Kunst geben. Besonders freut sich Jugendreferent Meier aber über den Auftritt der Gruppe "Act it!".

Sie besteht aus Schülern des Erkrather Gymnasiums, die ihre eigene Theatergruppe auf die Beine gestellt haben. "Das ist, wovon wir träumen", sagt Meier. Denn auch das will das Festival erreichen: kreative Köpfe bei ihrem Weg auf die Bühne zu ermutigen.

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