Die Stadt stellt 21 000 Euro für die Verschönerung von Alt-Erkrath und Unterfeldhaus bereit.

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Narzissen im Bavierpark – rechtzeitig vor dem Osterfest blüht es auf der Wiese.

Narzissen im Bavierpark – rechtzeitig vor dem Osterfest blüht es auf der Wiese.

Dirk Thomé

Narzissen im Bavierpark – rechtzeitig vor dem Osterfest blüht es auf der Wiese.

Erkrath. Gelb ist die Farbe des Goldes - und des Neides. Könnte stimmen. Auf der Wiese neben der ehemaligen Hertie-Filiale und in Beeten und Baumscheiben auf der Bahnstraße und im Bavierpark blühen tausende von Narzissen mit der Pracht des Edelmetalls und in einer derart überbordenden Fülle, dass der "Will-haben"-Faktor von manchem Hobbygärtner Besitz ergreifen dürfte.

Alles eine Frage des Geldes. Die Erkenntnis, dass die drei Stadtteile jede Menge Spielraum für Verschönerungen bieten, lässt sich die Stadt in diesem Jahr erstmals etwas kosten. 21000 Euro, um genau zu sein. 15000 Euro davon werden in den innerstädtischen Bereich von Alt-Erkrath investiert. "In diesem Jahr soll die Bepflanzung bis zu sechs Mal erneuert werden", kündigte gestern der Leiter des Tiefbauamts, Peter Heffungs, an.

Erkrath soll schöner werden

Mit den verbleibenden 6000 Euro werden Blumen für die vier neuen Beete am Neuenhausplatz in Unterfeldhaus gekauft und weitere Pflanzbereiche nach den Vorgaben eines Landschaftsarchitekten angelegt. Und wenn der Hochdahler Markt denn irgendwann erneuert worden ist, "werden wir auch diesen Bereich in Angriff nehmen", so Heffungs.

Sorgen, die nach eigener Aussage dauerhaft überlasteten Mitarbeiter der Verwaltung seien mit der Pflege zusätzlicher Grünflächen hoffnungslos überfordert, sind unbegründet. Die Stadtoberen kleckern beim neuen Motto "Erkrath soll schöner werden" nicht. Heffungs: "Mit den Pflegearbeiten beauftragen wir ein Fachunternehmen."

Diese Hinwendung zur Professionalität ist auch Ergebnis der mäßigen Erfahrungen mit Patenschaften, die Geschäftsleute und Bürger für Beete übernommen haben. "Das funktioniert mit einigen Ausnahmen nicht so gut", meint Heffungs. Die Emsigen dürfen trotz des neuen Pflanzkonzepts weiter graben. Schließlich kostet ihre Arbeit die Stadt keinen Cent.

Seit zehn Jahren kümmert sich ein Verein um Erkraths Beete

Nicht in Rechnung stellt auch "Erkrath blüht" sein mittlerweile zehnjähriges Bemühen um mehr Farbe fürs Stadtbild. Der Verein ist für das Narzissenmeer im Bavierpark verantwortlich Die 50 Mitglieder erhalten die beiden Beete im Bereich des Mahnmals im Park, "und wir kümmern uns um Beete an der Max-Planck-, Willbecker- und Gruitener Straße sowie an den beiden Hochdahler Bahnhöfen", sagt Vorsitzende Inge Berkenbusch.

So ist der Verein auch für die weißen Rosen verantwortlich, die rund um das Kunstwerk "Autowrack" vor dem S-Bahnhof Millrath gesetzt wurden. Finanziert werden die Blumenzwiebeln aus den Mitgliedsbeiträgen und über Spenden.

Mehrere Nummern größer ist der Plan von Markierungen im Sinne der nie realisierten Stadttore an den Ortseingängen nach Erkrath. "Damit wollen wir einen Wiedererkennungswert schaffen", so Berkenbusch. Mit der künstlerischen Gestaltung beauftragt wurde die Firma Hesse Design mit Sitz im Forsthaus Morp an der Düsseldorfer Straße.

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