Die große Nachfrage nach Teilnahme am Ganztagsunterricht stellt das Schulamt vor Probleme.

Das Mittagessen ist Teil der Betreuung an den Offenen Ganztagsschulen. Um in diesen Genuss zu kommen, könnten die Schüler der Grundschule Falkenstraße künftig mit dem Bus zur Bavierschule fahren müssen.
Das Mittagessen ist Teil der Betreuung an den Offenen Ganztagsschulen. Um in diesen Genuss zu kommen, könnten die Schüler der Grundschule Falkenstraße künftig mit dem Bus zur Bavierschule fahren müssen.

Das Mittagessen ist Teil der Betreuung an den Offenen Ganztagsschulen. Um in diesen Genuss zu kommen, könnten die Schüler der Grundschule Falkenstraße künftig mit dem Bus zur Bavierschule fahren müssen.

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Das Mittagessen ist Teil der Betreuung an den Offenen Ganztagsschulen. Um in diesen Genuss zu kommen, könnten die Schüler der Grundschule Falkenstraße künftig mit dem Bus zur Bavierschule fahren müssen.

Erkrath. In der städtischen Grundschule an der Falkenstraße in Alt-Erkrath wird es eng. Die Nachfrage nach Plätzen im Offenen Ganztag (OGS) der Schule steigt und steigt, die Wartelisten werden immer länger.

Um die Eltern und ihre Kinder nicht immer wieder vertrösten zu müssen, hat der Schul- und Sportausschuss die Einrichtung einer weiteren halben Gruppe für zwölf bis 13 Kinder sowie die Einstellung einer dafür erforderlichen Betreuungskraft beschlossen.

Für weitere Kinder ist an der Falkenschule kein Platz

Aber: "Wir haben dort große Raumprobleme. Die Schule ist voll bis obenhin", sagt Schulamtsleiter Ulrich Schwab-Bachmann. An der Falkenschule werden bereits jetzt täglich 75 Kinder mit einem warmen Mittagessen versorgt und bis nachmittags betreut. Für die weiteren 13Kinder, die zum neuen Schuljahr dazukommen, ist kein Platz da.

Die Lösung könnte das Aufstellen eines Pavillons auf dem Schulgelände sein. Geschätzte Kosten: 300000 Euro. Weil die Schulleiterin inzwischen aber vorschlug, dort auch Küche und Mensa unterzubringen und die Kinder in den Gruppenräumen im Schulgebäude betreuen zu lassen, hat die Stadt auch über diese Idee nachgedacht. Sie würde die Kosten um weitere 100000 Euro in die Höhe treiben.

Eine andere Möglichkeit wäre ein Bustransfers der Kinder zur Bavierschule. Dort gibt es aktuell zwei Gruppen im Offenen Ganztag und Räume genug, um weitere Kinder betreuen zu können. "Die Mädchen und Jungen würden nach der vierten Stunde mit dem Bus an der Falkenstraße abgeholt und zur Bavierschule gefahren. Dort essen sie zu Mittag und verbringen den Nachmittag", so Schwab-Bachmann.

Hier werden zurzeit 2,5 Gruppen betreut. Nach den Sommerferien kommt eine weitere halbe Gruppe inklusive Betreuungskraft hinzu. Laut Schulamtsleiter Ulrich Schwab-Bachmann wird es auch dort langsam eng. "Die Schule nutzt inzwischen den Speisesaal auch als Gruppenraum", sagt er. "Auch wie es in Millrath weitergehen soll, müssen wir im Rahmen des Schulentwicklungsplanes prüfen."

Zwei Gruppen im Offenen Ganztag und ausreichend Platz für weitere Kinder.

Drei Gruppen - die Schule hat laut Schwab-Bachmann signalisiert, Raumprobleme durch ein rotierendes System, das auch die Turnhalle und den Speisesaal mit einbezieht, in den Griff zu bekommen.

Drei Gruppen - nach den Sommerferien kommt dort eine weitere Gruppe hinzu, deren Kinder auf die zwei Standorte verteilt werden.

Sandheide: Drei Gruppen - keine Raumprobleme und rückläufige Schülerzahlen im Offenen Ganztag. Dort gab es auch schon 3,5 Gruppen

Willbeck: 2,5 Gruppen

Sechseck-Schule: Drei Gruppen

Dieses Transfer-Angebot würde die Stadt 3200 Euro im Jahr kosten und schließt die Rückfahrt zur Falkenstraße nicht mit ein. "Die Eltern sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder nach Hause kommen."

Vieles spricht für die Variante "Bustransport"

Pavillon oder Busverkehr? Die Politiker diskutieren die Alternativen in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Rahmen der Haushaltsplanberatungen. Fakt ist: Wenn die weiteren 13 Kinder nach den Ferien in den Offenen Ganztag gehen, wird der Pavillon, auch wenn er beschlossen ist, noch lange nicht stehen. "Wir rechnen nicht vor Mitte 2011 mit dem Gebäude", sagt Schwab-Bachmann.

Bernhard Osterwind (BmU) regt an, so lange Busse fahren zu lassen, bis der Schulentwicklungsplan vorliegt. Der Schulamtsleiter rechnet im Februar 2011 mit den Zahlen, die wohl ein Überangebot an Schulraum ausweisen werden. Schwab-Bachmann: "Dann hätten wir die Situation, dass wir für 400000Euro bauen, obwohl wir eigentlich genug Platz für alle Schüler hätten - nur an der falschen Stelle."

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