Die Polizei stellte am Mittwochabend im Lokschuppen die Ergebnisse einer Untersuchung von Studenten vor.

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Unterführungen wie die zwischen Hochdahler Markt und Sedentaler Straße gelten als Bereiche, die Ängste auslösen.

Unterführungen wie die zwischen Hochdahler Markt und Sedentaler Straße gelten als Bereiche, die Ängste auslösen.

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Unterführungen wie die zwischen Hochdahler Markt und Sedentaler Straße gelten als Bereiche, die Ängste auslösen.

Hochdahl. "Erkrath ist sicher." Das ist das Fazit einer Studie, die Studenten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung im vergangenen Jahr in der Stadt durchgeführt haben.

Polizeidirektor Dieter Dersch präsentierte die Ergebnisse am vergangenen Mittwoch im Lokschuppen einer sehr interessierten Erkrather Bürgerschaft.

Mehr als 80 Zuhörer waren der Einladung des Bürgervereins Hochdahl in den Lokschuppen gefolgt, der sich seit mehr als einem Jahr mit dem Thema "Innere Sicherheit" befasst.

"Damals hat es mehrere Einbrüche gegeben, und einigen Bewohnerinnen des Rosenhofes wurden ihre Handtaschen gestohlen. Nach den Ereignissen und den ständigen Meldungen hatte man das Gefühl, den Kopf nicht mehr aus dem Fenster stecken zu können", erinnert sich Vereinsvorstand Helmut Schillians.

Der Bürgerverein nahm sich des Themas an und sorgte so dafür, dass sich schließlich sogar Landrat Thomas Hendele als oberster Polizeichef für die Durchführung der Studie einsetzte. "Was die innere Sicherheit angeht, klaffen subjektives Gefühl und objektive Situation weit auseinander", sagte Hendele.

Niedrigste Kriminalitätsrate - und Erkrath ist besonders sicher

Die Studie von Studenten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung hat ergeben, dass Erkrath eine sichere Stadt und Hochdahl der sicherste Stadtteil ist. Im Jahr 2008 hat es 154 Polizeieinsätze gegeben, im ersten Quartal dieses Jahres waren es lediglich 25. Die Streifengänge von Polizei und Ordnungsamt in so genannten Angsträumen wurden dennoch verstärkt. Der Täter, der ältere Damen im Umfeld des Rosenhofes beraubt hat, wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Untermauern konnte er diese Sicht der Dinge mit Fakten: "Wir haben im vergangenen Jahr im Kreis Mettmann die niedrigste Kriminalitätsrate seit 15 Jahren. Und Erkrath schneidet im städtischen Vergleich besonders gut ab", sagte der Landrat.

Dass es im Stadtgebiet subjektiv empfundene Angsträume gibt, leugnete Bürgermeister Arno Werner nicht. "Was Bürger umtreibt, ist ein Problem", sagte der Verwaltungschef und fügte hinzu: "Die Sicherheitslage hat sich seit den Vorfällen allerdings deutlich verbessert. Wir schicken verstärkt Mitarbeiter auf Kontrollgänge".

Vor allem die S-Bahnhaltepunkte und die Unterführungen seien Orte, an denen sich Bürger bedroht fühlten. Zu Übergriffen kam es jedoch nicht.

Das bestätigte Ordnungsamtsleiterin Sylke Sackermann. "Es gibt um diese Jahreszeit wieder vermehrt Klagen über Jugendliche, die sich unter freiem Himmel aufhalten. Altere Mitbürger fühlen sich dadurch verunsichert, aber ein objektives Problem mit der Sicherheit gibt es nicht".

Viel größere Sorgen bereite Polizei und Ordnungsamt der Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Hendele kündigte an, in Kooperation mit der Stadtverwaltung dagegen vorgehen zu wollen.

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