Sozialamt: Die Entscheidung fiel am Dienstag nach Rücksprache mit dem Ausländeramt in Mettmann.

Hochdahl. Die afghanische Familie, die vier Wochen lang im Asyl der Evangelischen Kirchengemeinde Hochdahl im Paul-Schneider-Haus gelebt hat, wird in ein Übergangsheim umziehen. Das teilte am Dienstag der Leiter des Sozialamtes, Uwe Krüger, der WZ nach Rücksprache mit dem Ausländeramt des Kreises Mettmann mit. "Grundsätzlich gilt, dass Asylbewerber in Übergangsheimen und nicht in Wohnungen untergebracht werden", sagte Krüger.

Die Familie habe die Wahl, ob sie ins Übergangsheim Thekhaus oder das an der Hochdahler Straße einziehen wolle. "Auf jeden Fall erhalten die Eltern ein eigenes Zimmer, und es gibt ein Zimmer für jedes der drei Kinder", so Krüger.

Das Heim am Thekhaus war nach Übergriffen männlicher deutscher Bewohner auf Frauen ins Gerede gekommen. Seitdem ist das Heim in Hochdahl für Familien eigentlich tabu. Krüger bestätigt das.

Bleibt die Hochdahler Straße, die für die Kinder Sonya (17), Scheil (15) und Sameera (11) einen entscheidenden Nachteil hat: Alle drei besuchen Schulen in Hochdahl. Das sei kein Problem, so Krüger. An der Hochdahler Straße halte ein Bus, "und das Fahrgeld zahlen wir dann".

Mit der Vermittlung in ein Übergangsheim nicht einverstanden ist der Anwalt der Familie, Peter Knitsch. "Es liegt im Ermessensspielraum der Stadt, ob sie eine Wohnung anbietet oder nicht." Er werde das Gespräch mit dem Sozialamt suchen, damit die Familie bis zum Ende ihres Asylverfahrens in einer Wohnung leben kann, kündigte Knitsch an. aram

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