Anwohner werben dafür, dass Politiker ein neues Tempolimit beschließen.

Nach Meinung von Anwohnern sind 50 km/h Höchstgeschwindigkeit für den Millrather Weg zu schnell. Sie fordern Tempo 30.
Nach Meinung von Anwohnern sind 50 km/h Höchstgeschwindigkeit für den Millrather Weg zu schnell. Sie fordern Tempo 30.

Nach Meinung von Anwohnern sind 50 km/h Höchstgeschwindigkeit für den Millrather Weg zu schnell. Sie fordern Tempo 30.

Stefan Fries

Nach Meinung von Anwohnern sind 50 km/h Höchstgeschwindigkeit für den Millrather Weg zu schnell. Sie fordern Tempo 30.

Erkrath. 500 Flugblätter verteilen Anwohner des Millrather Wegs und besorgte Eltern Weg in Unterfeldhaus zurzeit an ihre Nachbarn. Sie werben darum, sich für die Einführung von Tempo 30 auf "ihrer Straße" stark zu machen, weil sie um die Sicherheit ihrer Kinder fürchten.

"Die Anwohner des Millrather Wegs setzen sich langsamer, aber sicher zur Wehr."

Bernd Meuter, Vater von zwei Kindern

"Seit Dezember 2008 hat der Verkehr hier deutlich zugenommen", sagt Bernd Meuter. Seit fünf Jahren wohnt er mit seiner Frau Antje und seinen beiden Kindern (11 und 14 Jahre alt) am Millrather Weg gegenüber der Grundschule und der Kindertagesstätte. "Damals, als wir hierher gezogen sind, war der Verkehr noch erträglich", sagt er. Inzwischen habe sich das grundlegend geändert.

Seit auf der Max-Planck-Straße, die parallel zum Millrather Weg verläuft, im Industriegebiet Tempo 30 gelte - unter anderem wegen der Straßenschäden - habe sich der Durchgangsverkehr vermehrt auf den Millrather Weg verlagert. Dort liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung nach wie vor bei 50 km/h. "Obwohl eine Grundschule und ein Kindergarten an der Straße liegen, sind bislang keine Maßnahmen zur Beruhigung dieses Wohngebiets getroffen worden", schimpft Meuter und fügt hinzu: "Hier wurden werder Geschwindigkeitsbegrenzungen noch Hindernisse errichtet."

Die Fußgängerampel und die Verkehrsinsel allein würden nicht viel bringen. Im Gegenteil: "Wenn die Autofahrer sehen, dass die Ampel auf Rot umschaltet, geben sie extra Gas, um nicht halten zu müssen", hat Familie Meuter mehrfach beobachtet.

"Die Kinder sind dann so verschreckt, dass sie sich nicht über die Straße trauen." Auch sieht der Familienvater immer wieder Lastwagen, die durch das Wohngebiet fahren, und viele Gewerbetreibende, "die hier weder Start noch Ziel haben, sondern es ausnutzen, dass hier Tempo 50 gilt".

Besorgter Anwohner und Eltern am Millrather Weg rufen ihre Nachbarn dazu auf, die Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses morgen, 17 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses zu besuchen. Das Gremium berät unter anderem über den Antrag "Maßnahmen zur Verkehrssicherheit auf dem Millrather Weg" von SPD-BmU-Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktionen, in dem unter anderem Tempo 30 für den Millrather Weg gefordert wird.

Mitte Oktober vergangenen Jahres hat die Stadt auf der Max-Planck-Straße Tempo30 angeordnet. Dort war vor Jahren Schlacke eingebaut worden, die ausgast und nun Dellen auf der Fahrbahn verursacht hat. Die Anwohner des Millrather Wegs sind überzeugt, dass seitdem der Verkehr auf ihrer Straße zugenommen hat und werben deshalb für Tempo 30 auf der Straße.

Um die Sicherheit ihrer drei Kinder zwischen zwei und neun Jahren fürchtet auch Silke Melles. Auch sie wohnt mit ihrer Familie am Millrather Weg. Während ihr ältester Sohn bereits das Gymnasium besucht, gehen seine zwei Geschwister in Unterfeldhaus in Grundschule und Kindergarten. Auch sie müssen täglich den Millrather Weg überqueren. "Wenn sie einfach so über die Straße rennen und nicht die Ampel nutzen, habe ich echt Angst", sagt Melles.

Aus ihrer Sicht sollte auf dem Millrather Weg Tempo 30 eingeführt werden.

"Familie Meuter kennt ein Unternehmen, das die entsprechenden Verkehrsschilder herstellt", sagt sie. "Die würden wir ja auch noch selbst oder mit Unterstützung durch den Förderverein der Schule bezahlen, wenn die Stadt sagt, dass sie dafür kein Geld hat."

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