Parteichef Thomas Wunder glaubt, bei der Kommunalwahl alle Wahlbezirke gewinnen zu können.

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Die Christdemokraten setzen weiterhin auf ein Gewerbegebiet auf der Neanderhöhe.

Die Christdemokraten setzen weiterhin auf ein Gewerbegebiet auf der Neanderhöhe.

Dirk Thomé

Die Christdemokraten setzen weiterhin auf ein Gewerbegebiet auf der Neanderhöhe.

Erkrath. Gingen ihm die Mandanten aus - er könnte sich als Comedian versuchen. Zwei Voraussetzungen für ein Leben nach dem als Rechtsanwalt hat CDU-Stadtverbandsvorsitzender Thomas Wunder am Mittwochabend beim Neujahrsempfang seiner Partei im Hotel am Zault schon mal erfüllt: Der Saal war mit über 100 Gästen gefüllt, und Wunder ließ so manchen Schenkelklopfer vom Stapel.

"Einer, der noch ein ganz klein bisschen mehr aus sich herausgehen könnte."

Ein Beispiel gefällig? "Detlef Ehlert ist der Dietmar Schönherr der Kommunalpolitik." Damit spielte Wunder auf die Wahlkampagne des SPD-Bürgermeisterkandidaten mit dem Titel "Wünsch Dir was" an. Damit wecke Ehlert Begehrlichkeiten, die er nicht einhalten könne. Für unsere jüngeren Leser: "Wünsch Dir was" war der Name einer großen Samstagabend-Show Ende der 60er Jahre.

Die CDU gibt sich im Jahr der Kommunalwahl selbstbewusst. Es sei möglich, alle 20 Wahlkreise zu holen, so Wunder. Am 28. Januar werde mit der Festlegung der Ratskandidaten eine Mannschaft aufgestellt, "die passt".

Inhaltlich beschränkte sich der Parteivorsitzende auf die Ankündigung, die CDU werde sich des zarten Pflänzchens Tourismus annehmen und eine Börse ausrichten, auf der sich alle, die mit dem Thema zu tun haben, vorstellen können.

Konkreter wurde Bürgermeister Arno Werner, der erneut bei der Wahl antreten wird. "Wir müssen weitere Gewerbeflächen anbieten", sagte er und beendete damit Spekulationen darüber, nach der SPD könne auch die CDU bei der Bebauung der Neanderhöhe einen Rückzieher machen, um sich beim Wähler anzubiedern. Aktuell verfüge Erkrath über 1,3 Hektar freier Gewerbeflächen: "Damit können wir im Konkurrenzkampf mit anderen Städten keinen Blumentopf gewinnen."

Er sei gespannt, so Werner weiter, "ob wir vom Konjunkturprogramm partizipieren, um die Ganztagsschulen ausbauen zu können". Und um gar nicht erst Begehrlichkeiten ohne Finanzhilfe aus Berlin aufkommen zu lassen, gab er gleichzeitig einen Gewerbesteuerrückgang um 20 Prozent an.

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