Einer Tüte voll mit Nützlichem und Infos soll den Start für junge Familien erleichtern. 160 Mal wurde sie überreicht.

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Wo Mutter Daniela für Sohn Christian eine Spielgruppe findet, kann sie den Infos des Pakets entnehmen.

Wo Mutter Daniela für Sohn Christian eine Spielgruppe findet, kann sie den Infos des Pakets entnehmen.

dpa

Wo Mutter Daniela für Sohn Christian eine Spielgruppe findet, kann sie den Infos des Pakets entnehmen.

Erkrath. Wer neu ist, wird willkommen geheißen. Das ist im Beruf so, im Sportverein, und auch bei den jüngsten Bürgern der Stadt Erkrath. Wer sich über Nachwuchs freut, erhält neuerdings kurz darauf Post von Bürgermeister Arno Werner und der Diplom-Sozialarbeiterin Eva Klaffke-Römer.

"Wir begrüßen unsere neuen Bürger auf diese Art und zeigen, dass wir uns freuen. Außerdem schlagen wir einen Termin für einen Besuch vor", sagt Klaffke-Römer, die zu den jungen Familien nach Hause fährt, um ihnen das Babybegrüßungspaket zu überreichen.

In der Tüte findet sich eine Karte fürs Neanderbad und ein Rauchmelder

In der Papiertüte - Format etwa Din A3, eigens gestaltet von einer Agentur - findet sich einiges, was den Start in das Familienleben erleichtern soll. "Ein Rauchmelder und ein Nachtlicht für das Kinderzimmer, Spielzeug und ein Kirschkernkissen, Schutzvorrichtungen für Tischkanten und Steckdosen sowie eine Tageskarte für das Neanderbad für die ganze Familie", zählt Klaffke-Römer auf, was sie unter anderem alles eigenhändig in die Tüten packt.

"Außerdem eine Menge Infomaterial: Der Elternordner der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die ersten zwölf von insgesamt rund 40 Elternbriefen - seit langem bewährt in Deutschland - sind genauso darin, wie Informationen über Kitas, Ansprechpartner in Erkrath und Freizeitmöglichkeiten wie Babyschwimmen oder Spielgruppen."

Die Aktion hat sich herumgesprochen und wird sehr gut angenommen

In den meisten Fällen wird das Begrüßungspaket sehr gut angenommen. "Die Aktion läuft nun rund ein Jahr. Sie bekommt langsam ein Gesicht und hat sich bereits herum gesprochen, sodass die Familien oft schon auf mich warten oder sich selbst an die Verwaltung wenden", erzählt die Sozialpädagogin, die in 19,5 Stunden pro Woche nicht nur die Tüten packt und übergibt, sondern auch die nötigen Einkäufe und den verwaltungstechnischen Teil erledigt.

"Bei 300 bis 350 Neugeborenen jährlich in der Stadt ist das keine übersichtliche Aufgabe", gibt sie zu. Dennoch: "Wir schreiben alle an, und jeder, der das Paket möchte, bekommt es auch - notfalls mit etwas Wartezeit." Denn jeder Besuch ist individuell: "Mal bin ich nur zur Übergabe bei einer Familie, mal zwei Stunden lang, weil mehr Gesprächsbedarf besteht."

Bislang wurden 160 Pakete übergeben. Die Kosten trägt die Stadt. Bis auf die Rauchmelder und die Karte fürs Neanderbad, die sponsern die Stadtwerke. "Ein weiteres Sponsoring ist aber nicht angedacht", so Klaffke-Römer.

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