Seit Monaten sprudelt kein einziger Tropfen aus dem Brunnen vor dem Kaffeehaus. Nach Pfingsten soll sich das ändern.

Jörg Jude (l.) und Diego Morato bemühen sich, den Brunnen vor dem Kurhaus abzudichten.
Jörg Jude (l.) und Diego Morato bemühen sich, den Brunnen vor dem Kurhaus abzudichten.

Jörg Jude (l.) und Diego Morato bemühen sich, den Brunnen vor dem Kurhaus abzudichten.

Dirk Thomé

Jörg Jude (l.) und Diego Morato bemühen sich, den Brunnen vor dem Kurhaus abzudichten.

Erkrath. Viel hat nicht gefehlt, und er hätte das Zeug zur unendlichen Geschichte gehabt: der Brunnen vor dem Kurhaus an der Bahnstraße, der seit Monaten keinen Tropfen Wasser ausspuckt. Aber was lange währt, soll endlich gut werden. Das glaubt zumindest Tiefbauamtsleiter Karl-Heinz Heffungs. "Nach Pfingsten wird er vermutlich in Betrieb gehen. Es gibt nur ein kleines Problem mit der Dichtigkeit, das wir hoffentlich bald gelöst haben", so Heffungs.

Glaubt man hingegen der Fachfirma, die derzeit damit beschäftigt ist, den Brunnen abzudichten, dann ist das Problem doch eher von der mittelschweren Sorte. "Wir haben in der letzten Woche versucht, ein Dichtungsmittel einzuspritzen, ohne das Bauwerk zu beschädigen", erklärt Gebäudetechniker Jörg Jude die technischen Details. Den Versuch habe man allerdings abbrechen müssen, weil der hohe Materialverbrauch die Kosten in die Höhe getrieben hätte.

"Das Wasser hätte den Brunnen unterspült."

Jörg Jude, Gebäudetechniker

Am Dienstag war die Fachfirma erneut vor Ort, um den Brunnen mit Edelstahlblechen abzudichten. So soll das Wasser in die dafür vorgesehene Rinne und nicht dazwischen laufen. Ganz so einfach, wie es sich anhört, ist allerdings auch dieses Verfahren nicht. "Wir müssen erst den Künstler fragen, ob wir die Bleche anbringen können", sagt Jude. Denn der Brunnen gilt als Kunstwerk, an das man nicht einfach Hand anlegen darf, ohne den Künstler um Erlaubnis zu bitten.

"Wir haben damals ein Gestaltungsbüro beauftragt, sich Gedanken zu machen", erinnert sich Bürgermeister Arno Werner an den Anfang der Geschichte vor mehr als einem Jahr. Den Auftrag bekam schließlich ein Landschaftsarchitekt, der die Umsetzung an eine Firma aus Oberhausen übergeben hat.

Der Stadt entstehen keine Zusatzkosten

Die Planer dachten das Projekt womöglich nicht bis zum Ende durch: Jedenfalls wurde beim ersten Plätschern im Frühjahr festgestellt, dass das Betonkunstwerk nicht dicht ist und zu viel Wasser verloren geht. "Das Wasser hätte den Brunnen unterspült", glaubt Gebäudetechniker Jude, der nun wiederum von der Oberhausener Firma beauftragt wurde, das Problem zu lösen. Ein Gutes hat die ganze Sache: Zusätzliche Kosten entstehen der Stadt nicht. "Es handelt sich Mängelbeseitigung", sagt Werner.

Über ein baldiges Ende würden sich allerdings nicht nur die Erkrather freuen, sondern auch die Gäste im Café Kaiser, die in der Vergangenheit immer mal wieder ihren Terrassenstuhl für die Bauarbeiten räumen mussten. "Es wäre schön, wenn das Wasser bald plätschert", hofft auch Sabine Overhamm, Filialleiterin im Café Kaiser.

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