Kernpunkt bei der Standortprüfung durch den Kaufinteressenten sind zusätzliche Parkplätze.

Wo Rewe drin ist, könnte C&A einziehen. Das Bekleidungsgeschäft prüft die Möglichkeiten, nach dem Verkauf des ehemaligen Hertie-Gebäudes dort eine Filiale zu eröffnen.
Wo Rewe drin ist, könnte C&A einziehen. Das Bekleidungsgeschäft prüft die Möglichkeiten, nach dem Verkauf des ehemaligen Hertie-Gebäudes dort eine Filiale zu eröffnen.

Wo Rewe drin ist, könnte C&A einziehen. Das Bekleidungsgeschäft prüft die Möglichkeiten, nach dem Verkauf des ehemaligen Hertie-Gebäudes dort eine Filiale zu eröffnen.

Dirk Thomé

Wo Rewe drin ist, könnte C&A einziehen. Das Bekleidungsgeschäft prüft die Möglichkeiten, nach dem Verkauf des ehemaligen Hertie-Gebäudes dort eine Filiale zu eröffnen.

Erkrath. Während in Velbert, Hilden und Langenfeld der Name "Hertie" nach Bekanntgabe der Kaufhausschließung an diesen Standorten aktuell für Gesprächsstoff sorgt, ist Hertie in Erkrath schon längst nicht mehr als ein abmontierter Schriftzug am Gebäude.

Die Auskunft von Immobilienmakler Atisreal, der im Auftrag der britischen Besitzerin des Gebäudes, Dawnay Day, die Verkaufsgespräche führt, ist seit Woche die gleiche: "Wir befinden uns in Gesprächen mit einem Investor." Der prüfe zurzeit Gebäudesubstanz und Standortqualität.

In sechs Wochen entscheidet sich, ob ein Investor das Hertie-Haus kauft

Wer da akribisch am Mörtel kratzt und Machbarkeitsstudien erstellt, erfuhr die WZ am Freitag: Es ist die Virkus Projekt GmbH mit Firmensitz in Düsseldorf. "Wir arbeiten im Auftrag eines Immobilieninvestors, der bereits ähnliche Projekte betreibt", sagte Geschäftsführer André Virkus. Er rechne damit, die Prüfarbeiten in rund sechs Wochen abschließen zu können. Dann fällt die Entscheidung, ob gekauft wird oder nicht.

Kardinalproblem des Standorts Erkrath ist aus Sicht des Investors die Parkplatzsituation. Eine Bauvoranfrage zu der bereits von Rewe im Februar angesprochenen Variante, aus der Wiese neben dem Hertie-Gebäude einen Parkplatz zu machen, ist politisch nicht mehrheitsfähig. Alternativen sind Mangelware.

So habe SPD-Fraktionsvorsitzender Detlef Ehlert im nichtöffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses zwar die Möglichkeit angesprochen, im ehemaligen Otto Mess-Ladenlokal an der Bahnstraße eine Tiefgarage zu bauen, so Bürgermeister Arno Werner - aber: "Das wollen die Geschäftsleute nicht."

Umzüge von der Bahnstraße sind nicht erwünscht

Die haben ganz andere Begehrlichkeiten: Einige wollen ihre Ladenlokale an der Bahnstraße aufgeben und neue Räumlichkeiten im Hertie-Gebäude anmieten. "Das ist jedoch nicht in unserem Interesse", so Werner. Diese Entwicklung bedeute eine weitere Schwächung der Fußgängerzone.

Höchst willkommen sind hingegen Frequenzbringer wie C&A, das Interesse an Erkrath bekundet. "Wir prüfen zurzeit den Standort", sagte Unternehmenssprecher Thorsten Rolfes am Freitag auf Nachfrage. Ab 1000 Quadratmeter Geschäftsfläche "bieten wir unser komplettes Sortiment an".

Kundenmagneten wie C&A fordern jedoch eine ausreichende Zahl an Parkplätzen. Auch wenn die nicht im Bavierpark ausgewiesen werden, ist diese Absage für André Virkus kein Grund, Erkrath den Rücken zuzuwenden. "Wir prüfen weiter."

Weniger brisant ist der Wunsch des Investors, Hand an die Fassade des Kaufhauses legen zu dürfen, um künftigen Mietern eigene Eingänge zu bauen. "Außerdem will er den Aufzugsbereich vergrößern", so Werner.

Solche Zugeständnisse meint der CDU-Mann auf dem kurzen Dienstweg, also verwaltungsintern, bewerkstelligen zu können. Die SPD hingegen drängt auf Einflussnahme und hat die Verwaltung aufgefordert, über Hertie auf dem nächsten Sitzung des Planungsausschusses zu referieren. Im öffentlichen Teil.

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