Neben dem Ex-Feuerwehrmann wurde auch auch die damals 17-jährige Mittäterin verurteilt. Strafe gilt als vergleichsweise hart.

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Im Februar zündete der junge Ex-Feuerwehrmann diese Scheune auf Oben Klophausen an. Jetzt wurde er verurteilt.

Im Februar zündete der junge Ex-Feuerwehrmann diese Scheune auf Oben Klophausen an. Jetzt wurde er verurteilt.

Stefan Fries

Im Februar zündete der junge Ex-Feuerwehrmann diese Scheune auf Oben Klophausen an. Jetzt wurde er verurteilt.

Haan/Mettmann. Der 19-jährige Ex-Feuerwehrmann, der im Frühjahr in Haan mehr als 15 Brände gelegt haben soll, wurde gestern vom Jugendschöffengericht Mettmann zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren ohne Bewährung verurteilt. Zudem muss Daniel F. (Name von der Redaktion geändert) in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht werden. Seine zur Tatzeit 17-jährige Freundin, die ebenfalls einige der Brände gelegt haben soll, wurde zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt.

Das vom Richter am Amtsgericht Gerd Reuter verhängte Urteil für Daniel F. sei vergleichsweise hart, erklärte Amtsgerichtsleiter Norbert Braun - erst recht, wenn man die psychische Krankheit des jungen Mannes berücksichtige. Negativ wurde F. jedoch ausgelegt, dass er sich im Prozess zu keiner der einzelnen Taten äußern wollte und auch zu seinen Motiven weitgehend geschwiegen habe. Dabei zeigte sich Daniel F. reumütig und betonte mehrfach, wie leid ihm seine Verbrechen täten: "Ich will es wieder gutmachen."

Daniel F.’s Taten hatten die Haaner Feuerwehr im Frühjahr mehrere Monate lang in Atem gehalten. Zunächst hatte der junge Mann nachts Mülltonnen und Container angezündet, später auch Häuser und Scheunen. Dass der Täter aus den eigenen Reihen kam, hatte bei den Wehrleuten für tiefe Bestürzung gesorgt.

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