Im Krankenhaus Mettmann läuft zwar kein George Clooney durch die Notfallambulanz – um die Rettung von Menschenleben geht es dort aber auch.

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Bereit für den nächsten Patienten: Sascha Marquardt (l.), Leiter der Notfallambulanz, und Dr. Uwe Knaust, Chefarzt der Chirurgie.

Bereit für den nächsten Patienten: Sascha Marquardt (l.), Leiter der Notfallambulanz, und Dr. Uwe Knaust, Chefarzt der Chirurgie.

Schmerzhafter Daumen: Chefarzt Dr. Marwan Nasser behandelt Busfahrer Torsten Berger. Fotos (2): Stefan Fries

Fries, Stefan (fr), Bild 1 von 2

Bereit für den nächsten Patienten: Sascha Marquardt (l.), Leiter der Notfallambulanz, und Dr. Uwe Knaust, Chefarzt der Chirurgie.

Mettmann. Es ist dieser typische Krankenhausgeruch, der beim Betreten der Notaufnahme in die Nase steigt. So riechen Desinfektionsmittel. Die Gerüche der Straße – Abgase, frisch gekochtes Essen, nasser Regen auf dem Asphalt – haben hier keinen Zutritt.

„Ich bin Busfahrer, und beim Wenden ist mir das Lenkrad zurückgeschlagen – direkt gegen den Daumen.“

Torsten Berger, Patient

Die Notfallambulanz, so heißt die Notaufnahme in der Medizinersprache korrekt, ist im Evangelischen Krankenhaus in Mettmann interdisziplinär gestaltet: Zwei Bereiche, die Chirurgie/Unfallchirurgie und die Innere Medizin kooperieren. Jeder Patient in der Notaufnahme wird dem entsprechenden Bereich zugeordnet. Ein gebrochener Arm kommt in die chirurgische Abteilung, Herzrhythmusstörungen sind ein Fall für den Internisten.

„Viele denken bei der Notaufnahme an die Serie ,Emergency Room’, wo George Clooney als Arzt für alles zuständig ist. Bei uns sieht das anders aus. Hier hat jeder Arzt seinen speziellen Aufgabenbereich“, sagt Dr. Marwan Nassar, Chefarzt der Chirurgie.

Zwei lange Flure, die parallel zueinander verlaufen, bilden das Herzstück der Notaufnahme und sorgen zugleich für die räumliche Trennung. „Wir haben einen internen und externen Flur“, erklärt Dr. Nassar. „Im externen Flur werden die Patienten aufgenommen, die in die Notaufnahme gehen können. Der interne Flur ist für die Liegendanfahrten vorgesehen, also für die Patienten, die mit dem Rettungswagen kommen.“

Gespräche auf dem Krankenhausflur

An diesem Tag ist es auf dem externen Flur ruhig. Die Stühle vor der Aufnahme sind unbesetzt. Zwei junge Männer stehen davor und sind in ein Gespräch mit der Schwester vertieft. „Soll ich denn hier bleiben?“, möchte der eine wissen. „Oder müssen wir in ein anderes Krankenhaus?“, fragt der andere. Über einen Durchgang geht es in den internen Flur, vorbei an medizinischen Geräten und Anrichten mit Verbandszeug. Eine Schwester schiebt ein leeres Bett über den Gang.

26 000 Fälle werden jährlich in der Notfallambulanz des Evangelischen Krankenhauses in Mettmann behandelt. 10 000 davon entfallen auf die internistische, 16 000 auf die chirurgische Abteilung.

 

Die zwei Zufahrtsplätze für die Rettungswagen sind leer. Dr. Uwe Knaust, Chefarzt der Chirurgie, öffnet eine der vielen Türen, die von der Seite des Flurs abgehen. Der Blick fällt in den Schockraum. „Hier werden die Schwerstverletzten behandelt“, erklärt Dr. Knaust. Die einzelnen Wandschränke sind detailliert beschriftet. „Infusionen“ ist auf einem zu lesen. „Die Beschriftung ist wichtig, damit auch der Arzt, der nicht so oft hier ist, sofort alles findet“, sagt Dr. Knaust.

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