Paeschke hat am Stadtwald mit dem dritten Bauabschnitt begonnen.

Stadtentwicklung
Auf dem Hockeyplatz steht ein Container. Der Kunstrasen, einer der ersten Plätze in Deutschland überhaupt, wird zurzeit entfernt.

Auf dem Hockeyplatz steht ein Container. Der Kunstrasen, einer der ersten Plätze in Deutschland überhaupt, wird zurzeit entfernt.

Das alte Clubhaus des Tennis- und Hockey-Clubs am Stadtwald ist abgerissen. Die Tennishalle (links auf dem Bild) steht noch. Das ehemalige Clubgelände wird zurzeit freigeräumt. Dafür werden noch viele Bäume gefällt.

Stefan Fries, Bild 1 von 2

Auf dem Hockeyplatz steht ein Container. Der Kunstrasen, einer der ersten Plätze in Deutschland überhaupt, wird zurzeit entfernt.

Mettmann. Das alte Clubheim ist abgerissen. Ein Teil der Geschichte des ehemaligen Tennis- und Hockey-Clubs Mettmann (THCM) am Stadtwald liegt in Trümmern. Mit einem Bagger sortiert ein Arbeiter den Bauschutt. Auf einem großen Stapel liegen massive Holzbalken, Metall landet krachend im Container. In riesigen weißen Säcken steckt das Dämmmaterial des Clubheims. Auf dem Gelände und dem angrenzenden Fußballplatz entstehen 90 Eigenheime und 36 Mietwohnungen in zwei Häusern. Bis 2015 soll das neue Wohnquartier am Stadtwald fertig sein.

„Ich weiß nicht, ob die Tennishalle noch mal aufgebaut wird.“

Thomas Panskus, Paeschke GmbH

Vor wenigen Tagen wurde der Startschuss für den dritten, größten Bauabschnitt gegeben. In Kürze wird die Tennishalle abgerissen oder demontiert. „Die Halle ist noch ganz gut. Ich weiß nicht, ob sie nicht noch mal aufgebaut wird. Das entscheidet das Abbruchunternehmen“, sagt Thomas Panskus von der Oberbauleitung des Langenfelder Bauunternehmers Gernot Paeschke.

Die Paeschke GmbH hatte das 81 000 Quadratmeter große Grundstück für 9,55 Millionen Euro von der Stadt gekauft. Von dem Geld baut die Stadt das neue Sportzentrum in Metzkausen. Am Stadtwald entstehen 148 Eigenheime, 36 Mietwohnungen und 32 Eigentumswohnungen. Zudem gibt es mehrere frei bebaubare Grundstücke. Im Mai 2011 hatte Paeschke zum ersten Spatenstich auf die Großbaustelle eingeladen. Vom Goldberger Teich bis hin zum ehemaligen THCM-Gelände wurden bereits 58 Häuser gebaut. „Elf sind schon bezogen“, sagt Panskus. Drei Häuser sind noch zu haben. Der Rest ist bereits verkauft.

Dritter Bauabschnitt soll bis Ende April erschlossen sein

„Die meisten Käufer kommen aus Mettmann und Düsseldorf“, sagt Projektleiter Panskus. Kurios: Nach Jahren trafen sich zwei Schulfreunde aus Münster in Mettmann wieder, weil sie sich für die Häuser interessierten. „Sie werden Nachbarn, teilen sich ein Doppelhaus“, sagt Panskus.

Bis Ende April soll die Erschließung des dritten Bauabschnitts abgeschlossen sein. Ab dem 7. Januar werden auf dem alten Fußballplatz die Kanalbauarbeiten beginnen. Außerdem wurden bereits Bäume auf dem Gelände gefällt. Das alte MSC/Mettmann-Sport-Vereinsheim bleibt in Absprache mit der Stadt noch bis Ende Januar stehen.

Angefahren wird das neue Wohngebiet am Stadtwald über den Böttinger Weg. Die Haupterschließung soll aber über die GoldbergerStraße erfolgen, wo in Höhe des Hugenhauser Wegs ein Kreisverkehr gebaut wird.

Um das Wohngebiet vor Lärm vom benachbarten Stadtwaldhaus, aber auch von der Skater-Anlage und dem Naturfreibad im Stadtwald zu schützen, wurde entlang des Böttinger Wegs eine Lärmschutzwand gezogen. Die meisten Käufer der Eigenheime finden diese Wand als völlig überflüssig.

In dem neuen Wohnquartier wird auch ein Spielplatz angelegt.

Die Doppel- und Reihenhäuser gibt es schlüsselfertig ab 335 900 Euro.

Auf größere Probleme sind die Bauarbeiter nicht gestoßen. „Anfangs hat uns der Fels im Boden ein wenig Schwierigkeiten bereitet“, sagt Panskus. Zudem muss die Asche des Tennisplatzes 22 auf eine Deponie gebracht werden. Panskus: „Alle Plätze wurden auf Schadstoffe untersucht. Bis auf einen Platz war das Material aber unbedenklich.“

Neuer Kindergarten für die neuen Kinder

Da drei Tennisplätze zwei Meter tiefer als das restliche Gelände liegen, wird dieser Bereich noch mit Erde aufgefüllt, die auf dem Feld neben der Toni-Turek-Allee zwischengelagert wurde.

Dass die Stadt plant, neben dem Wohngebiet einen Kindergarten zu bauen, begrüßt Panskus. „Denn wir haben mal grob überschlagen, dass hier einmal rund 150 Kinder leben werden.“

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