CDU hält Entscheidung des Bürgermeisters, eine leitende Angestellte zu versetzen, für „völlig normal“.

Mettmann. Die Entscheidung des Bürgermeister, eine leitende Angestellte aus dem Sozialamt zum Baubetriebshof zu versetzen, gehört für die CDU zum „laufenden Geschäft der Verwaltung“.

Personalentscheidungen, wie sie der Bürgermeister in diesem Fall – auch gegen die Empfehlungen des Personalrats und einer angerufenen Eingigungstelle – getroffen habe, seien völlig normal. Dass Mitarbeiter in fachfremde Abteilungen versetzt werden, gebe es immer wieder, sagt CDU-Fraktionsvorsitzende Ute Stöcker.

Für sie steht außer Frage, dass die frei gewordene Stelle im Sozialamt qualifiziert nach besetzt werde. Personalentscheidungen im Rathaus gehören ihrer Meinung nach nicht öffentlich diskutiert. Weshalb es zu der Entscheidung des Bürgermeisters auch nicht mehr zu sagen gebe.

Mehr als überfällig sei es dagegen, sagt Ute Stöcker, dass die vom Rat beschlossene Stelle eines zweiten Wirtschaftsförderers endlich besetzt werde. Ebenso sei es dringend erforderlich, dass auch für den verwaisten Posten des Leiters des Vorstandsbüros ein Nachfolger gefunden werde. Beide Stellen seien für die Stadt enorm wichtig. Stöcker: „Aber es mittlerweile gar nicht so einfach, gutes, qualifiziertes Personal zu finden.“

Zuammen mit dem Personalrat will die CDU den Stellenplan für die Stadtverwaltung der Zukunft überarbeiten. Dies sei zwingend notwendig, weil in den kommenden Jahren viele langjährige Mitarbeiter aus dem Dienst ausscheiden werden. Stöcker: „Da müssen wir gemeinsam überlegen, wie diese Stellen neu besetzt werden. Wie wir damit umgehen. Aber fest steht, dass es nicht mehr Personal geben wird.“

Angespannte Situation resultiere aus gestiegener Arbeitsbelastung

Das bedeute aber auch, dass nicht mehr Personal abgebaut werden könne. Stöcker: „Das ist gar nicht mehr möglich.“ Es sei denn, die Stadt wolle sich von bestimmten Dienstleistungen verabschieden. Dass bekäme dann aber auch der Bürger zu spüren.

Dass die Stimmung unter den Mitarbeitern im Rathaus angespannt sei, könne sie nachvollziehen, sagt Ute Stöcker: „Die Arbeitsbelastung ist in den vergangenen Jahren angestiegen, weil der Rat viele Stellen und Stellenanteile gestrichen hat.“

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