Die Woche begann mit Problemen, weil die Ampeln noch nicht umprogrammiert waren. Auf der Baustelle selbst läuft alles nach Plan.

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Seit Montag ist die Brücke Dieker Straße gesperrt, die Umleitungen sind ausgeschildert. Trotzdem haben zum Beispiel Lieferanten den Baumarkt an der Böttinger Straße nicht gefunden.

Seit Montag ist die Brücke Dieker Straße gesperrt, die Umleitungen sind ausgeschildert. Trotzdem haben zum Beispiel Lieferanten den Baumarkt an der Böttinger Straße nicht gefunden.

Stefan Fries

Seit Montag ist die Brücke Dieker Straße gesperrt, die Umleitungen sind ausgeschildert. Trotzdem haben zum Beispiel Lieferanten den Baumarkt an der Böttinger Straße nicht gefunden.

Haan. Es ist acht Uhr morgens, die letzten Berufspendler sind auf dem Weg zur Arbeit. An der Großbaustelle Dieker Straße, dort, wo der Kreis Mettmann in den kommenden vier Monaten die Brücke erneuern lässt, ist es relativ ruhig. Kein langer Rückstau und keine Blechlawinen, die sich im Schneckentempo über die Umleitungsstrecke bewegen.

Stützen für den 500 Tonnen schweren Kran sind geliefert

"Es war alles frei. Wir hätten hier gestern auf der Kreuzung zur Böttinger Straße tanzen können", sagt Karl-Heinz Keilhauer von der Firma BHR, die seit Tagen mit dem Abriss der Asphaltdecke beschäftigt ist. Auf der Baustelle läuft alles nach Plan, noch gab es dort keine Überraschungen. Die Stützen für den 500 Tonnen schweren Kran, der die großen Brückenteile verladen soll, wurden bereits angeliefert.

Seit dem vergangenen Wochenende ist die Dieker Straße im Bereich der Brücke gesperrt. Der Beginn des Brückenneubaus wurde auf den Ferienstart gelegt, um das Verkehrschaos vor allem in der Anfangszeit in Grenzen zu halten.

"Am Montag gab es noch erhebliche Probleme, weil die Ampeln noch nicht umprogrammiert waren und eine Signalanlage auch noch komplett ausgefallen ist", sagt der Haaner Tiefbauamtsleiter Guido Mering auf WZ-Nachfrage. Außerdem hätten sich die Verkehrsteilnehmer erst an die neue Situation gewöhnen müssen. "Das ist bei solch gravierenden Eingriffen in den Verkehr ganz normal", sagt er.

Eine besonders kritische Stelle sei die Zufahrt von der Flurstraße zur Brücke gewesen. "Dort sind auch viele Sattelschlepper trotz der Umleitungsschilder geradeaus gefahren und mussten dann wenden. Manche verlassen sich womöglich auch auf ihr Navigationssystem", berichtet der Tiefbauamtsleiter von den ersten turbulenten Tagen.

Zum Ende der Ferien werden erhebliche Staus befürchtet

Damit die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer und Haaner Bürger während der viermonatigen Sperrung der Brücke Dieker Straße erträglich bleiben, haben der Kreis Mettmann und die Stadt Haan ein großräumiges Umleitungskonzept ausgearbeitet. Für Verkehrsteilnehmer, die in den nordöstlichen Bereich von Haan fahren wollen, wird bereits an den Autobahnausfahrten auf die Sperrung der Dieker Straße hingewiesen. Im innerstädtischen Bereich wird die Umleitung über Hochdahler Straße, Düsseldorfer-/Bahnhofstraße und Böttinger Straße ausgeschildert. An den Knotenpunkten werden wegen der Verkehrsverlagerungen die Signalanlagen umprogrammiert. Verkehrsteilnehmer, die über die Autobahn A46 kommen, werden gebeten, die Ausfahrten zu ihrem Zielgebiet so anzusteuern, dass der Innenstadtverkehr möglichst entlastet wird.

Ausführliche Informationen über den Brückenneubau stehen im Internet auf den Seiten der Stadt Haan und des Kreises Mettmann.

Die Konsequenzen der Straßensperrung bekam auch Hagebaumarkt-Leiter Michael Angly zu spüren. "Unsere Lieferanten haben uns nicht gefunden", sagt Angly, der sich Sorgen um mögliche Umsatzeinbußen macht. "Wir rechnen mit einem Verlust. Wie hoch der ausfallen wird, weiß ich aber noch nicht", sagt der Marktleiter. Um Kunden und Lieferanten die Zufahrt zu erleichtern, gibt es bereits Pläne für die Aufstellung eigener Umleitungsschilder mit Firmenaufdruck. "Wir haben einen Termin beim Ordnungsamt", sagt Michael Angly.

Bei der Stadt und in den betroffenen Geschäften hofft man nun, dass sich die Verkehrsteilnehmer bald an die neue Situation gewöhnt haben. Allerdings befürchten alle Beteiligten, dass mit dem Ende der Ferienzeit doch noch mit erheblichen Staus gerechnet werden muss.

Denn: "Es gibt keine Alternative zur Vollsperrung", hatte Landrat Thomas Hendele bereits im Vorfeld der Bauarbeiten erklärt. Für eine Teilsperrung der Brücke hätte man eine achtmonatige Bauzeit hinnehmen müssen. Außerdem hätten die Bauarbeiten dann erst zum Ende der Ferienzeit beginnen können, was zu einer zusätzlichen zeitlichen Verzögerung und vermutlich auch zu größerem Chaos geführt hätte.

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