Die Bauarbeiten für den neuen Komplex sollen im Spätherbst beginnen.

Der neue Entwurf des Mettmanner Bauvereins für das Projekt Königshofstraße – von der geplanten, neu gestalteten Treppenanlage zum Lavalplatz aus gesehen.  Grafik: Mettmanner Bauverein
Der neue Entwurf des Mettmanner Bauvereins für das Projekt Königshofstraße – von der geplanten, neu gestalteten Treppenanlage zum Lavalplatz aus gesehen. Grafik: Mettmanner Bauverein

Der neue Entwurf des Mettmanner Bauvereins für das Projekt Königshofstraße – von der geplanten, neu gestalteten Treppenanlage zum Lavalplatz aus gesehen. Grafik: Mettmanner Bauverein

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Der neue Entwurf des Mettmanner Bauvereins für das Projekt Königshofstraße – von der geplanten, neu gestalteten Treppenanlage zum Lavalplatz aus gesehen. Grafik: Mettmanner Bauverein

Mettmann. Auf breite Zustimmung ist am Mittwochabend im Planungsausschuss ein neuer Gestaltungsentwurf des Mettmanner Bauvereins (MBV) für das Projekt Königshofstraße gestoßen. Dort will der MBV einen großen Wohn- und Geschäftskomplex bauen. Nachdem der erste Entwurf besonders wegen der Fassadengestaltung kritisiert worden war, hatte der Bauverein ein Büro mit einer Überarbeitung der Fassade beauftragt. Nicht nur die Politik signalisierte Zustimmung. Auch die Heimatvereinigung Aule Mettmanner, einer der schärften Kritiker des ersten Entwurfs, hatte vor der Sitzung schon Unterstützung für den Entwurf zugesagt.

Die Fassade soll laut neuem Entwurf mit Ziegelsteinen verblendet werden

„Wir haben die vielen Anregungen zur Fassadengestaltung sehr ernst genommen“, sagte Volker Bauer, Vorstandsvorsitzender des Bauvereins. Während der erste Entwurf recht bunt gehalten war, bekommen jetzt große Teile der Fassade ein Verblendmauerwerk aus Ziegelsteinen. Andere Teile des Gebäudes werden mit weißen Flächen, die aus einem mineralisierten Putz bestehen, gestaltet. „Durch Vor- und Rücksprünge in der Fassade sowie durch Balkone werden die Flächen aufgelockert,“ sagte Bauer.

An der eigentlichen Planung des Baukörpers zwischen Breite- und Schulstraße, der die Form eines Hockeyschlägers hat, hat sich dagegen nichts geändert. „Wir meinen, das ist ein gelungener Entwurf, der gut in die Innenstadt passt“, sagte Bauer.

Der Bauverein versteht sein Projekt als Verbindung zwischen der Innenstadt und der geplanten Königshof-Galerie, dem ehemaligen Hertie-Kaufhaus. Den Namen Königshof-Karree mag der MBV jedoch nicht, „weil es ja gar kein Karree ist“, so Vorstandsmitglied Christoph Erven.

Es gibt bereits Interessenten für die Einzelhandelsfläche

Bauer rechnet damit, dass der MBV das Grundstück an der Königshofstraße in Kürze von der Stadt kaufen wird. „Ende April werden wir den Bauantrag einreichen, so dass wir mit den Arbeiten im Spätherbst beginnen können“, sagte Bauer weiter.

Zwischen Breite Straße und Schulstraße will der Bauverein 52 Wohnungen mit 4500 Quadratmeter Wohnfläche und im Erdgeschoss Verkaufsflächen für Geschäfte, ein Restaurant sowie ein Café schaffen. Die Investitionskosten liegen bei 15  Millionen Euro. Baubeginn soll im Spätherbst dieses Jahres sein. Die Bauzeit wird voraussichtlich zwölf bis 15 Monate betragen.

Die Entwurfsplanung stammt aus dem Mettmanner Architektenbüro Kluger  &  Meerkamp. Mit der Ausführungsplanung und Umsetzung soll das Ingenieurbüro Möller aus Borken beauftragt werden.

In dem Kaufvertrag hat der MBV eine Klausel mit einem Rücktrittsrecht einarbeiten lassen. Denn der Bauverein wird das Projekt nur umsetzen, wenn der Investor Phoenix development die Königshof-Galerie verwirklichen wird. „Woran wir aber gar nicht zweifeln“, sagte Bauer.

Für den größten Teil der 1800 Quadratmeter Einzelhandelsfläche hat der Bauverein schon Interessenten. „Reitsportartikel, Kinder- und Jugendkleidung, Wäsche für Damen und Herren, Outdoor- und Freizeitkleidung sowie eine Erlebnisgastronomie“, verriet Bauer. Was noch fehlt, sei ein Haushaltswarengeschäft. Bauer: „Das ist uns sehr wichtig. Denn das fehlt definitiv in der Stadt.“ Bei der Vermietung wird der MBV darauf achten, dass an der Königshofstraße zusätzliche Angebote für den Einzelhandel kommen. Bauer: „Wir wollen keine Geschäftsverlagerungen in der Stadt.“

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