Während bei den Autofahrern immer noch Verwirrung herrscht, freuen sich die Anwohner auf die neu gestaltete Straße.

Während bei den Autofahrern immer noch Verwirrung herrscht, freuen sich die Anwohner auf die neu gestaltete Straße.
In diesen Tagen bekommt die Breite Straße einen neuen Fahrbahnbelag.

In diesen Tagen bekommt die Breite Straße einen neuen Fahrbahnbelag.

Dietrich Janicki

In diesen Tagen bekommt die Breite Straße einen neuen Fahrbahnbelag.

Mettmann. Seit Mitte Juni wird in der Bahnstraße, Breite Straße, Poststraße und Johannes-Flintrop-Straße gearbeitet. Die Mitarbeiter der Krefelder Baufirma Kickartz arbeiten sauber und schnell, das betonen unisono Anwohner und Anlieger. Die Firma informiert im Vorfeld die Anwohner über bevorstehende Arbeiten, wie das Auftragen der Asphaltdecke. Das Hochwasser vor drei Wochen hat die Arbeiten etwas verzögert, doch mittlerweile liegt die Baustelle wieder im Zeitplan.

Die meisten Autofahrer haben sich an die Sperrung und an das Durchfahrtverbot gewöhnt. Doch längst nicht alle, wie man täglich beobachten kann. Da werden Anliegerschilder schlicht und einfach ignoriert. Autofahrer sehen sich als Anlieger, obwohl die weder in der Poststraße noch in der Flintrop-Straße anhalten oder ein Anliegen haben. Auch das verbotene Abbiegen nach rechts von der Poststraße in die Flintrop-Straße wird nach wie vor praktiziert.

„Die meisten Autofahrer fahren nach dem Navi“, sagt Dr. Ralf Clausen, der an der Breite Straße mit Kollegen eine Gemeinschaftspraxis betreibt. Verkehrsschilder werden nicht wahrgenommen. Ralf Clausen erhält von Patienten vermehrt Klagen über die Erreichbarkeit der Praxis. Gerade für Patienten, die aus Richtung Wülfrath kommen, sei es schwierig, den Weg in die Breite Straße zu finden. Eigentlich geht es nur über die Straße am Königshof und über die Poststraße, sagt Clausen. Was ihn stört, sind die vielen Busse, die täglich durch die Breite Straße fahren und Schadstoffe aus dem Auspuff blasen. „Warum kann die Rheinbahn nicht die Ortsbuslinien mit Elektrobussen besetzen?“, fragt er kritisch.

Die Straße wird wesentlich schmaler als früher

Der Baufortschritt ist deutlich erkennbar: Die linke Seite der Breite Straße von der Freiheitstraße aus betrachtet, ist fast fertig. Der Bürgersteig ist in großen Teilen gepflastert, die Parkplätze sind angelegt und die Flächen für die Bäume sind vorbereitet. Im ersten Bauabschnitt haben Arbeiter die Asphalttragschicht und die Asphaltbinderschicht eingebaut. Die Straße wird wesentlich schmaler als heute und mit modernen stadtgestalterischen Elementen ausgestattet, so dass ein Boulevard-Charakter entsteht. Auf einer Seite entfallen drei Parkplätze, weil dort vier neue Bäume gepflanzt werden.

Anlieger Ernst-August Kortenhaus begrüßt den Umbau der Straßen. „Es wird schöner, die Aufenthaltsqualität steigt.“ Schon heute blieben die Kunden länger vor den Schaufenstern stehen. Es sei entspannter, der Lärm sei deutlich weniger geworden. Er hat Pläne mit dem späteren Erscheinungsbild vor und in seinem Geschäft aufgestellt. „Die Kunden fragen. Viele wissen nicht, wie es später aussehen wird.“

Der Wochenmarkt wird trotz Baustelle gut frequentiert

Er setzt sich dafür ein, dass die Tiefgaragen (Kreissparkasse und Neanderthal-Passage) künftig weiterhin aus beiden Richtungen angefahren werden können und dass der Jubi aufgehübscht wird. „Ansonsten verlagert sich das Einkaufszentrum in Richtung Kö-Galerie“, sagt Kortenhaus. „Wir brauchen aber beide Plätze (Platz am Königshof und Jubi) als Anker in der Stadt“.

Der Einzelhandel hatte befürchtet, dass durch die Verkehrsberuhigung weniger Kunden in die Stadt kommen würden. Das können allerdings weder Anlieger der Breite Straße noch der Flintrop-Straße bestätigen. Sicherlich ist die Baustelle hinderlich, doch wer sich den Wochenmarkt anschaut, stellt fest, dass er sowohl am Mittwoch als auch am Samstag gut frequentiert ist. Und in der Fußgängerzone sind ebenfalls – trotz Ferienzeit – viele Menschen anzutreffen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer