Nach einer Restaurierung ist der Liebling der Kinder wieder ansehnlich.

Stadtbibliothek
Die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte Donaustraße lieben wie alle kleinen Bibliotheksbesucher das englische Schaukelpferd „Weißer Donner“. Aber auch Wilhelm Nolte, Vorsitzender des Fördervereins der Stadtbibliothek, Dagmar Freitag von der Stiftung Kalkwerke Oetelshofen, Bibliotheksmitarbeiterin Petra Kampf und Rüdiger Schmidt (v. r.) von der Freizeitwerkstatt haben ihren Spaß an dem prächtigen Pferdchen.

Die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte Donaustraße lieben wie alle kleinen Bibliotheksbesucher das englische Schaukelpferd „Weißer Donner“. Aber auch Wilhelm Nolte, Vorsitzender des Fördervereins der Stadtbibliothek, Dagmar Freitag von der Stiftung Kalkwerke Oetelshofen, Bibliotheksmitarbeiterin Petra Kampf und Rüdiger Schmidt (v. r.) von der Freizeitwerkstatt haben ihren Spaß an dem prächtigen Pferdchen.

Stefan Fries

Die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte Donaustraße lieben wie alle kleinen Bibliotheksbesucher das englische Schaukelpferd „Weißer Donner“. Aber auch Wilhelm Nolte, Vorsitzender des Fördervereins der Stadtbibliothek, Dagmar Freitag von der Stiftung Kalkwerke Oetelshofen, Bibliotheksmitarbeiterin Petra Kampf und Rüdiger Schmidt (v. r.) von der Freizeitwerkstatt haben ihren Spaß an dem prächtigen Pferdchen.

Mettmann. Woher „Weißer Donner“ stammt, wie und wann er überhaupt in die Stadtbibliothek kam – das weiß kein Mensch mehr. Irgendwann war er einfach da. „Ich bin jetzt 18 Jahre dabei, also muss das Schaukelpferd schon mindestens so lange, wenn nicht noch länger hier sein“, sagt Petra Kampf, Mitarbeiterin der Bibliothek.

„Weißer Donner“ ist aber nicht irgendein Schaukelpferd, er ist der Liebling aller Kinder, die sofort zu ihm hinrennen, wenn sie in die Stadtbibliothek kommen. Bevor die Kinder sich überhaupt um die Bücher und Spiele in der Kinderbuchabteilung kümmern, „wollen sie immer erst einmal auf Weißer Donner“, sagt Petra Kampf.

„Wie alt unser Pferd ist, wissen wir nicht, trotz intensiver Recherche.“

Wilhelm Nolte, Vorsitzender des Fördervereins

Doch so viel Liebe und Zuneigung hat dem Schaukelpferd in all den Jahren zugesetzt. Petra Kampf: „Weißer Donner war durch die vielen Händchen über die Jahre ein wenig zerzaust und unansehnlich geworden.“

Die Mähne und der Schweif bestanden nur noch aus wenigen dünnen Haaren, der Sattel war völlig heruntergeritten und das Zaumzeug zerrissen und zerfleddert. Keine Frage, das Schaukelpferd brauchte dringend eine Rosskur.

Da es sich bei „Weißer Donner“ nicht um ein Holzpferd handelt, das einst in einem Hobbykeller zusammengezimmert wurde, sondern aus einer der ältesten englischen Schaukelpferdfabriken stammt, war sofort klar, dass die Rosskur einiges kosten würde.

Die Stadtbibliothek und der Förderverein beschlossen, die Ersatzteile für „Weißer Donner“ auch in England zu ordern. Wilhelm Nolte, Vorsitzender des Fördervereins: „Wir haben echtes Rosshaar und Zaumzeug und den Sattel beim Hersteller in England bestellt.“ Dabei handelt es sich um Haddon Rockers aus Wallingford in Oxfordshire, Englands ältesten Hersteller von Schaukelpferden. Auf dem Gestell des Holzpferdes ist eine Plakette des Herstellers befestigt.

Dank Spenden konnte das Holzpferd repariert werden

„Wie alt unser Pferd ist, wissen wir nicht, trotz intensiver Recherche“, sagt Nolte. Die Schaukelpferde von Haddon werden im Internet je nach Zustand und Alter zwischen 500 und ein paar tausend Euro gehandelt.

Als Pferdedoktoren kümmerten sich die Rentner von der Freizeitwerkstatt des Mehrgenerationenhauses ehrenamtlich um „Weißer Donner“. Das war teilweise gar nicht so einfach“, sagt Rüdiger Schmidt: „Die Haare für die Mähne haben wir mit doppelseitigem Klebeband befestigt und dann verschraubt.“ Der Schweif aus schwarzem Rosshaar wurde ebenfalls verschraubt.

Die Stadtbibliothek hatte für die Rosskur eine kleine Sammlung durchgeführt, und der Förderverein konnte mit der Stiftung Kalkwerke Oetelshofen einen Hauptsponsor finden, der 250 Euro überwies. 150 Euro konnte die Bibliothek aus eigenen Mitteln dazutun.

Die Kinder interessiert das alles gar nicht. Sie sind nur froh, dass sie endlich wieder ihr heiß geliebtes Schaukelpferd haben. „Das ist so ein schönes Pferd, sagt die kleine Lotte und streichelt dem Pferdchen ganz liebevoll mit ihrer kleinen Hand den Hals.

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