Durch die Arbeiten würden weniger Kunden kommen.

Wer derzeit im Bereich der Umbaumaßnahme Freiheitstraße/Mühlenstraße und unterer Lavalplatz die Geschäfte aufsuchen will, muss sich dort fast wie ein Slalomfahrer bewegen. Durch die vielen Absperrgitter und die verschiedenen Baufahrzeuge ist es nicht einfach, sein Ziel zu erreichen.

Bei den Bauarbeiten, die Mitte April begonnen haben, werden abschnittsweise die Versorgungsleitungen für Trinkwasser und für Gas erneuert. „Bisher ist alles störungsfrei verlaufen“, sagt Detlev Albert, Leiter der Abteilung Kommunikation der Rhenag.

Das sehen viele Mettmanner ganz anders. Seit Wochen existieren die Gräben. Nur neue Leitungen sind noch nicht verlegt worden. „Offenbar gibt es Lieferschwierigkeiten bei den Rohren“, sagte ME-Impulse-Chef Axel Ellsiepen.

Betroffen von den umfangreichen Baumaßnahmen sind auch die Einzelhändler und Gastronomen. Von bis zu 40 Prozent Umsatzeinbußen spricht Giuseppe Di Martino, Inhaber des Cafe/Bistro Beccofino in der Mühlenstraße. „Die Leute sind einfach nicht bereit, sich durch die Baufahrzeuge und Absperrungen zu schlängeln. Außerdem kann ich nur einen kleinen Teil der Außengastronomie nutzen.“

Gastronom befürchtet, dass viele Geschäfte nicht überleben

Er begrüßt grundsätzlich die Baumaßnahme Innenstadt, die vor allem nach der Neubepflasterung eine Verbesserung des derzeitigen Zustandes bringen werde. „Ich habe aber die Befürchtung, dass es nach der Fertigstellung in der Innenstadt zwar schön aussieht, viele Geschäfte aber nicht mehr vorhanden sind, weil sie die lange Bauzeit und die damit verbundenen Umsatzeinbrüche wirtschaftlich nicht überleben.“

Nicht so pessimistisch sieht Ellsiepen, Inhaber des Geschäftes Bovensiepen und Vorsitzender von Mettmann-Impulse, die Situation. Die Kunden zeigen Verständnis für die Baumaßnahmen. Auch von dem überwiegenden Teil der Mitglieder von Mettmann Impulse habe ich diesbezüglich keine negativen Rückmeldungen erhalten.“

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