Bürger- und Heimatvereinigung setzt Tradition mit Wildapfel- und Pflaumenbaum fort.

Aktion
Die Aulen Mettmanner mit ihrem Vorsitzenden Friedel Liesenkloß (r.) und Bürgermeister Bernd Günther (2. v. r.) pflanzen einen Wildapfelbaum unterhalb des Stadtwaldhauses.

Die Aulen Mettmanner mit ihrem Vorsitzenden Friedel Liesenkloß (r.) und Bürgermeister Bernd Günther (2. v. r.) pflanzen einen Wildapfelbaum unterhalb des Stadtwaldhauses.

Simone Bahrmann

Die Aulen Mettmanner mit ihrem Vorsitzenden Friedel Liesenkloß (r.) und Bürgermeister Bernd Günther (2. v. r.) pflanzen einen Wildapfelbaum unterhalb des Stadtwaldhauses.

Mettmann. Alle Jahre wieder spazieren die Aulen Mettmanner im Frühling in den Stadtwald. Dort greifen die Mannen um den ersten Vorsitzenden Friedel Liesenkloß zu Hacke und Spaten, um unterhalb des Stadtwaldhauses ein Bäumchen zu pflanzen. Samstagnachmittag war es wieder so weit, zusammen mit Bürgermeister Bernd Günther wurde ein Wildapfelbaum gesetzt.

Heimischer Wildapfel ist Baum des Jahres

„Wenn alles gut läuft, könnte dieser Baum bereits im kommenden Jahr Früchte tragen“, freuten sich Liesenkloß und Helfer. Vorbereitet hatte das Pflanzenloch in seiner Freizeit Stadtgärtner Thomas Hilbig. Nun wurde der Wildapfel, Baum des Jahres 2013, mit Hilfe fleißiger Schaufler gesetzt. „Ich hatte nur so eine kleine Schippe, deshalb hat das Zuschippen keinen Spaß gemacht“, beschwerte sich Nachwuchs-Gärtner Kimo (6), während Timo (8), der laut Eigenaussage sowieso „gerne Gartenarbeiten macht“, diese Aufgabe „toll“ fand.

Außer besagtem Wildapfel wurde ein Pflaumenbaum gepflanzt, eine Reneklode, die gelbe Früchte tragen wird. Konzept und Ziel bei diesen Pflanzaktionen, die es seit 2010 gibt, sind mehrere Dinge. „Auf der Wiese sollen verschiedene einheimische Obstsorten angebaut werden“, erklärte Friedel Liesenkloß. So können Kindergarten- und Schulkinder sozusagen im grünen Klassenzimmer lernen. Die Schilder, die die einzelnen Sorten nebst Besonderheiten erklären, wurden dazu in der Vergangenheit von den Senioren des Mehrgenerationenhauses gefertigt. „Bis die neuen Tafeln voraussichtlich im Juni da sind, könnten wir uns wieder mit einem Provisorium helfen.“ Laminierte Papierbögen dienen als Ersatz.

Wiese soll zum Lebensraum für Schmetterlinge werden

Ein weiterer Aspekt ist ökologischer Natur. Nach Absprache mit Ferdinand Orthmann, dem Umweltdezernenten der Stadt, und dem BUND hat Stadtgärtner Hilbert vor, diese Wiese außerdem zu einer Schmetterlingswiese zu machen. Verschiedene Lebensräume für die verschiedenen Stadien, die ein Schmetterling durchläuft, sollen dafür noch in diesem Jahr eingerichtet werden.

Und während die Aulen nach der Pflanzerei zukünftige Projekte und Aktionen rund um den Stadtwald besprachen, konnten junge Besucher sich weiter als Gärtner versuchen. Riccarda Quack, Sozialpädagogin und zuständig für die Stadtwald-Kids, hatte allerlei kleine Förmchen und Saatgut mitgebracht.

In diesem Jahr steht der bis auf den Blütezeitraum unscheinbare Wildapfelbaum im Mittelpunkt und ist Baum des Jahres. Er zählt inzwischen zu den seltensten Baumarten, ist stark gefährdet und steht meist unauffällig im Wald oder am Waldrand.

Arzneipflanze des Jahres 2013 ist die Kapuzinerkresse. Neben ihrer heilenden Wirkung macht die Pflanze dank ihrer auffälligen Blüten auch im Ziergarten eine gute Figur. Und dem Salat beigemischt sorgen Blätter und Blüte für eine würzige Note.

„Es gibt nicht nur einen Baum des Jahres, sondern auch eine Arzneipflanze des Jahres“, sagte sie. Das ist 2013 die Kapuzinerkresse. „Sie ist leicht einzupflanzen und treibt gut aus“, sagte die Fachfrau und beriet die Kinder. Wahlweise konnten Ina (3), Timo und Kimo für das heimische Küchenbrett oder eine Aussaat entlang des Stadtparkzauns ihre Kresse ziehen.

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