Stadtentwicklung: Neue Straßen und neue Geschäfte machen die Innenstadt attraktiver.

So soll es einmal im ehemaligen Hertie-Kaufhaus aussehen.
So soll es einmal im ehemaligen Hertie-Kaufhaus aussehen.

So soll es einmal im ehemaligen Hertie-Kaufhaus aussehen.

Das Anbau des Evangelischen Krankenhauses rückt an die Gartenstraße heran.

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So soll es einmal im ehemaligen Hertie-Kaufhaus aussehen.

Mettmann. 2010 wird für Mettmann ein wichtiges, ein ganz entscheidendes Jahr. In den kommenden zwölf Monaten können und müssen in der Stadt die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Der Verkehr, der Einzelhandel und der Sport stehen in Mettmann vor bahnbrechenden Entscheidungen. Die Stadt, vor allem die Innenstadt, kann nach Jahren des Stillstands in ein modernes, attraktives Mittelzentrum umgestaltet werden.

Landesmittel für Umgehungsstraßen muss der Landtag noch genehmigen

Viele Jahre ist im Rathaus daraufhin gearbeitet worden, Mettmann vom Durchgangsverkehr zu befreien und damit die Innenstadt deutlich aufzuwerten. Für die Seibelquerspange gibt es bereits Baurecht. Doch dafür fehlt noch die Zusage für Landesmittel, die die Stadt in diesem Jahr erwartet. Gleiches gilt für die Osttangente, die in Regie des Kreises Mettmann gebaut werden soll. Im vergangenen Jahr gab es aus Düsseldorf für beide Straßenbauvorhaben zwar noch keine Bewilligung von Fördermitteln. Gleichwohl gibt es eine Zusage aus dem Ministerium. Aber die muss in diesem Jahr noch den Regionalrat und den Landtag passieren.

Der Bau der Seibelquerspange und Osttangente wird für 2011 anvisiert

Kurt Werner Geschorec, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Umwelt und Bau, rechnet dennoch damit, dass die Fördermittel für die Entlastungsstraßen fließen. Baubeginn könnte frühestens 2011 sein. Die Kosten für die Seibelquerspange liegen bei 6,9 Millionen Euro, für die Osttangente bei 9,3 Millionen Euro. Im Falle der Förderung würde das Land 60 Prozent der Kosten für beide Projekte tragen.

Bis die Umgehungsstraßen fertig sind, sollen die Mettmanner im ehemaligen Hertie-/Karstadt-Kaufhaus ein neues rund 12000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum mit hochwertigen Anbietern bekommen. Das Bonner Immobilienunternehmen Phoenix development will für 50 Millionen Euro die alte Karstadt-/Hertie-Immobilie umgestalten, einen Neubau für weitere Geschäfte und ein Parkhaus auf dem heutigen Parkplatz schaffen. In diesem Frühjahr soll es mit den Arbeiten losgehen, die Bauzeit ein Jahr dauern. "Wir wollen Mieter gewinnen, die noch nicht am Standort vertreten sind und ein hochwertiges Segment abbilden", hat Stephan Schnitzler, Mitglied der Geschäftsleitung von Phoenix development versprochen. Mit Rewe-Runkel wurde bereits ein großer Ankerbetrieb für die Galerie gefunden. Mit weiteren verhandelt Phoenix development nach eigenen Angaben derzeit.

Der Mettmanner Bauverein will das Kö-Karree bauen

Außerdem will der Mettmanner Bauverein (MBV) an der Straße Am Königshof, direkt neben der Königshof-Galerie, eine Wohn- und Geschäftszeile mit rund 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten. Zurzeit läuft die zweite Ausschreibungsrunde im Rahmen einer vorgeschriebenen, europaweiten Ausschreibung. Nach WZ-Informationen hat sich auf die Ausschreibung nur der MBV beworben.

Läuft alles nach Plan, könnten in diesem Jahr auch noch die Sportflächen am Stadtwald verkauft werden. Die europaweite Ausschreibung für dieses Grundstücksgeschäft soll im Frühjahr erfolgen. 9,3 Millionen Euro hofft die Stadt für ihr Areal zu erzielen, um mit dem Geld im Herbst den zweiten Bauabschnitt für das Sportzentrum rund ums Heinrich-Heine-Gymnasium in Metzkausen starten zu können.

Außerdem sollen in diesem Jahr die umfangreichen Arbeiten für die Erweiterung des Evangelischen Krankenhauses an der Gartenstraße beginnen. Mehr als 17 Millionen Euro investiert die Klinik in neue Betten und ein neues Gesundheitszentrum. Die Evangelische Kirchengemeinde Mettmann plant nicht nur in ihren Kindertagesstätten große Um- und Anbauten für neue U-3-Gruppen. Die Gemeinde will auch ihr neues Gemeindezentrum neben der Kirche Freiheitstraße im Herzen der Stadt errichten. Dafür soll der Standort an der Friedhofstraße aufgegeben werden. Ob die Pläne allerdings schon in diesem Jahr umgesetzt werden können, ist derzeit noch offenen.

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