Der neue Bericht über den demografischen Wandel macht deutlich, dass besonders die Städte handeln müssen.

Mettmann. 228 Seiten stark ist der neue Bericht über die demografische Entwicklung im Kreis Mettmann. Das Zahlenwerk, das gestern im Kreisausschuss vorgestellt wurde, aber auch jede einzelne Stadt beleuchtet, belegt, was Politiker und Verwaltungsfachleute befürchten: Die Bevölkerung nimmt ab und wird immer älter.

Ein Beispiel: Hilden und Velbert hatten in allen zwölf Monaten des Jahres 2008 eine höhere Sterbe- als Geburtenrate. Heiligenhaus, Mettmann und Wülfrath wiesen zumindest einen Monat auf, in dem die Geburtenrate höher als die Sterberate war. In Haan und Ratingen war dies jeweils in zwei Monaten der Fall.

In Langenfeld lag in vier Monaten die Geburtenrate über der Sterberate. Die positivste "Bevölkerungsbewegung" gab es 2008 in Monheim: Hier lag in fünf Monaten die Geburtenrate über der Sterberate und in weiteren zwei Monaten war das Verhältnis zumindest ausgeglichen.

Für Klaus-Dieter Völker (CDU) bildet der Bericht eine wichtige Grundlage für die zukünftige Arbeit der Kreistagsabgeordneten. Udo Carraro (SPD) ging sogar einen Schritt weiter: "Der demografische Wandel betrifft die Städte. Ich habe das Gefühl, dass die das noch nicht begriffen haben."

Die Bürgermeisterkonferenz soll sich mit dem Wandel beschäftigen

Kreisdirektor Martin Richter wollte dem nicht widersprechen. "Schon alleine als Grundlage der zukünftigen Pflegesituation für ältere Menschen im Kreisgebiet ist eine Absprache zwischen den Städten nötig. Das muss Thema der Bürgermeisterkonferenz sein."

Dass der Bericht nicht nur der Verwaltung und Politik zur Verfügung stehen wird, sagte Richter zu. Ähnlich wie seine beiden Vorgänger wird der Bericht auf der Homepage der Kreisverwaltung veröffentlicht.

 

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