Pia Helfferich suchte Autoren aus dem Kreis Mettmann. 64 Menschen, die texten, dichten und schreiben, meldeten sich bei ihr.

Jetzt muss Pia Helfferich viel lesen – bis Mai sollen die eingesandten Beiträge der Anthologie druckreif sein. Das Kulturbüro des Kreises Mettmann unterstützt die Veröffentlichung.
Jetzt muss Pia Helfferich viel lesen – bis Mai sollen die eingesandten Beiträge der Anthologie druckreif sein. Das Kulturbüro des Kreises Mettmann unterstützt die Veröffentlichung.

Jetzt muss Pia Helfferich viel lesen – bis Mai sollen die eingesandten Beiträge der Anthologie druckreif sein. Das Kulturbüro des Kreises Mettmann unterstützt die Veröffentlichung.

Dirk Thomé

Jetzt muss Pia Helfferich viel lesen – bis Mai sollen die eingesandten Beiträge der Anthologie druckreif sein. Das Kulturbüro des Kreises Mettmann unterstützt die Veröffentlichung.

Kreis Mettmann. Es gibt sie also doch im Kreis Mettmann: Menschen, die schreiben, texten oder dichten. Als sich Pia Helfferich im Sommer des vergangenen Jahres auf die Suche nach diesen Menschen machte, war sie sich nicht sicher, ob sich ihre Idee auch in die Tat umsetzen lassen würde. Nämlich eine Anthologie herausgeben zu können, die ausschließlich Texte von Autoren aus dem Kreis Mettmann präsentiert.

"Die Zahl der Menschen im Kreis Mettmann, die sich in irgendeiner Form literarisch betätigen, liegt im Dunkeln", war sich die 32-jährige Heiligenhauserin, die selbst als freie Autorin und Seminarleiterin für Kreatives Schreiben tätig ist, damals sicher.

Nicht alle besuchen eine Schreibgruppe oder ein Seminar

Nach gut fünf Monaten haben sich aber 64 Männer und Frauen für den Schritt ins Licht entschieden und Literarisches in der unterschiedlichsten Form eingereicht.

"Es gibt zum Glück überall Menschen, die kreativ sind und schreiben. Sei es im stillen Kämmerchen oder in einer Schreibgruppe", weiß Pia Helfferich, die Literaturseminare und Schreibworkshops leitet. "Ich war mir nicht sicher, ob sich im Kreis Mettmann genügend Menschen für so ein Projekt finden lassen würden."

Denn anfangs lief es nur schleppend mit den Einsendungen. Als jedoch der 1. Februar als Abgabetermin näherrückte, wuchs auch die Zahl der Teilnehmer. "Es ist sehr viel Lyrik darunter und eine Menge Liebesgedichte", sagt Pia Helfferich, die für diese Anthologie keine inhaltlichen Vorgaben setzen wollte.

Pia Helfferich, die in Velbert geboren wurde und an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität Germanistik und Erziehungswissenschaften studiert hat, lebt als freie Autorin in Heiligenhaus und Hildesheim. Sie schreibt Prosa und Lyrik, sowie Rezensionen und Artikel für die Zeitschriften "Federwelt", "TextArt" und "Buchkultur". Auch sie selbst hat Beiträge für Anthologien wie "’n paar Schoten - Geschichten aus’m Pott" (Schreiblust-Verlag) verfasst. Zurzeit ist sie Autorin für den "Literaturautomat". Pia Helfferich leitet Schreibworkshops und Literaturseminare, darunter für die VHS Velbert-Heiligenhaus und die Ferienakademie des Westfälischen Literaturbüros in Unna. Sie erhielt ein Stipendium der Mannheimer Schillertage 2005. Für ihre literarischen Texte erhielt sie den Förderpreis der Stadt Düsseldorf 2007. Derzeit arbeitet sie an ihrer Promotion im Fachbereich Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Uni Hildesheim mit einer Arbeit über Poetry Slams.

Die Prosabeiträge handeln von Biografischem oder sind als Krimi, Western oder Science-Fiction-Text verfasst. Selbst zwei Hörbücher und ein Schriftstück samt Musiknoten landeten auf Pia Helfferichs Schreibtisch.

Und an diesem sichtet Pia Helfferich jetzt alle Arbeiten und wählt sorgsam aus. "Der jüngste Autor ist 15 Jahre alt, die älteste Autorin 89 Jahre alt. Die Einsendungen stammen aus dem gesamten Kreis Mettmann, wobei es aber sehr viele Teilnehmer aus Monheim gibt", zieht die 32-Jährige ein erstes Fazit, zu den auch gehört, dass es eine qualitative Auswahl geben muss.

An die Vorgaben für die Umfänge haben sich nicht alle gehalten

Auf "locker 160 Seiten" schätzt die Heiligenhauserin den Umfang der zukünftigen Anthologie. Denn trotz der Vorgabe, dass pro Autor ein Prosatext von maximal zehn Seiten à 30 Zeilen mit 60 Anschlägen eingereicht werden sollten, sind die Umfänge größer geworden.

Darüber hinaus soll in einem Serviceteil die literarische Landschaft dargestellt werden, das heißt, es werden Adressen von Vereinen, Autorengruppen, von Orten, an denen Lesungen stattfinden und von Fortbildungsmöglichkeiten aufgelistet.

Da es schwer ist, für ein solches Projekt einen Verlag zu finden, soll die Anthologie, die noch keinen Titel hat, im Selbstverlag erscheinen. Das Verfahren hilft Autoren, die ihre Bücher auch in geringer Auflage veröffentlichen wollen. Im Mai - dieses Ziel hat sich Pia Helfferich gesteckt - soll das Werk erscheinen - natürlich mit einer Lesung zur Buchpräsentation.

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