Die Aufklärungsquote wurde 2013 im Kreis Mettmann deutlich gesteigert. Die Gesamtzahl aller Straftaten stieg leicht an.

Besonders oft schlugen Einbrecher im vergangenen Jahr im Süden des Kreisgebiets zu. Die Polizei konnte aber ihre Aufklärungsquote bei diesen Delikten deutlich verbessern – dank Nachbarn, die auffällige Personen meldeten, so Landrat Thomas Hendele.  Archiv
Besonders oft schlugen Einbrecher im vergangenen Jahr im Süden des Kreisgebiets zu. Die Polizei konnte aber ihre Aufklärungsquote bei diesen Delikten deutlich verbessern – dank Nachbarn, die auffällige Personen meldeten, so Landrat Thomas Hendele. Archiv

Besonders oft schlugen Einbrecher im vergangenen Jahr im Süden des Kreisgebiets zu. Die Polizei konnte aber ihre Aufklärungsquote bei diesen Delikten deutlich verbessern – dank Nachbarn, die auffällige Personen meldeten, so Landrat Thomas Hendele. Archiv

Dirk Jochmann

Besonders oft schlugen Einbrecher im vergangenen Jahr im Süden des Kreisgebiets zu. Die Polizei konnte aber ihre Aufklärungsquote bei diesen Delikten deutlich verbessern – dank Nachbarn, die auffällige Personen meldeten, so Landrat Thomas Hendele. Archiv

Kreis Mettmann. „Aus Sicht der Kriminalpolizei ist das Jahr 2013 sehr positiv verlaufen“, sagt Landrat Thomas Hendele, oberster Chef der Kreispolizeibehörde. 33 899 Straftaten hat die Polizei im vergangenen Jahr in den zehn Städten des Kreises Mettmann registriert. Das waren 1162 Fälle (5,5 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings konnte die Polizei auch so viele Taten klären wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr.

Kripo deckt einen großen Fall von Computerkriminalität auf

Dass die Zahl der Straftaten 2013 um mehr als 1000 Delikte anstieg, lag vor allem daran, dass die Kripo in Hilden und Ratingen zwei besonders schwere Fälle von Cyberkriminalität aufdecken konnte. „Da ging es alleine um rund 940 Straftaten, die bundesweit über mehrere Jahre verübt worden waren “, sagte Johannes Hermanns, Leiter der Direktion Kriminalität.

Im vergangenen Jahr musste die Polizei fünf Totschlagdelikte sowie einen erweiterten Suicid (Selbsttötung) bearbeiten. Ein 44-jähriger Mann in Ratingen hatte erst seine sechs Jahre alte Tochter erschossen und sich dann das Leben genommen. Er lebte seit längerer Zeit von seiner Frau getrennt.

Während die Zahlen der Gewaltdelikte, der Straßenkriminalität sowie der Auto- und Motorraddiebstähle zurückgegangen sind, ist die Anzahl der Wohnungseinbrüche von 1557 auf 1586 leicht angestiegen. Vor allem im Südkreis schlugen Einbrecher zu.

Allerdings wurden 22,8 Prozent mehr Einbrüche als 2012 aufgeklärt. Hendele: „Das lag auch daran, dass aufmerksame Nachbarn die Polizei riefen, wenn sie auffällige Personen bemerken.“ Die Bekämpfung der Wohnungseinbrüche habe für die Polizei auch weiterhin oberste Priorität.

 Im vergangenen Jahr wurden von der Polizei im Kreis Mettmann fünf Tötungsdelikte bearbeitet.

Im vergangenen Jahr wurden 964 Gewaltverbrechen (Raub, räuberische Erpressung, Vergewaltigung, gefährliche und schwere Körperverletzung sowie häusliche Gewalt/Nachstellung) registriert. Nach dem Anstieg in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Straftaten in diesem Bereich 2013 um sechs Prozent gesunken.

In diesem Bereich verzeichnete die Polizei einen deutlichen Anstieg der Delikte um 51,1 Prozent auf 1537 Fälle. Die Aufklärungsquote lag bei 93,8 Prozent. „Weil wir unsere Einsatztrupps gezielt in diesen Markt gehetzt haben“, sagt Kripochef Johannes Hermanns.

 Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist 2013 leicht auf 1557 Fälle gestiegen. Dabei konnten 347 Fälle aufgeklärt werden.

51,09 Prozent der 33 899 Straftaten konnten 2013 geklärt werden.

www.polizei.nrw.de/mettmann

Die Aufklärungsquote bei sämtlichen Straftaten lag mit 51,1 Prozent nicht nur über dem Landesdurchschnitt (48,9 Prozent), „es ist unsere höchste Aufklärungsquote seit der Jahrtausendwende“, sagte Hermanns.

Weniger junge Straftäter unter 21 Jahren

Erfreut ist die Polizei darüber, dass die Zahl junger Straftäter um 23,2 Prozent gesunken ist. Von 11 742 Tatverdächtigen waren im vergangenen Jahr 2583 jünger als 21 Jahre. „Das liegt vor allem daran, dass wir uns viel mehr als bisher um junge Intensivtäter kümmern“, sagte Landrat Hendele.

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