Die Bilanz für 2009 zeigt, dass die Zahl der Füchse in den 73Jagdrevieren des Kreises gestiegen ist und jedes dritte tote Reh überfahren wurde.

Zur Strecke gebracht. Nach der Jagd reihen die Jäger ihre Beute ordentlich auf. (Archivfioto: Lothar Strücken)
Zur Strecke gebracht. Nach der Jagd reihen die Jäger ihre Beute ordentlich auf. (Archivfioto: Lothar Strücken)

Zur Strecke gebracht. Nach der Jagd reihen die Jäger ihre Beute ordentlich auf. (Archivfioto: Lothar Strücken)

Zur Strecke gebracht. Nach der Jagd reihen die Jäger ihre Beute ordentlich auf. (Archivfioto: Lothar Strücken)

Kreis Mettmann. Kein Fernglas ist nötig, um zum Beispiel in Mettmann vom Löffelbeckweg aus jede Menge Rehe auf der Feldkuppe in Richtung Homberg zu zählen. 14 bis 16 Tiere sind es, die dort auf dem winterlich kahlen Feld eng beieinander stehen. Was den Laien zu der Vermutung bringt, es gebe eine wahre Wildschwemme, bringt den Fachmann nicht aus der Ruhe.

"Das ist ein ganz normales Bild für diese Jahreszeit", erklärt Manfred Carl Seibel von der Kreisjägerschaft. "Das Wild hat den Stoffwechsel extrem runtergefahren. Deshalb halten sich die Rehe auf der offenen Fläche auf, um einen weiten Überblick zu haben."

Während sie sich sonst am Tag in die Deckung zurückziehen und sich auf ihre Geschwindigkeit bei der Flucht verlassen würden, bemühen sie sich nun, möglichst wenig Kraft zu verschwenden.

"Pflanzenfresser leben die letzten Wochen der kalten Jahreszeit im Energiesparmodus", sagt Seibel. Deshalb sollten die Tiere möglichst wenig gestört werden, appelliert der Jäger an Spaziergänger und auch Hundehalter.

Der Wildbestand im Kreis Mettmann hat sich kaum verändert

Wie Edgar Schönfisch von der Unteren Jagdbehörde beim Kreis Mettmann erklärt, hat sich der Wildbestand im Kreis Mettmann in den vergangenen Jahren wenig verändert. "Als einzige Abweichung können wir eigentlich nur feststellen, dass die Zahl der Füchse leicht zugenommen und entsprechend die der Fasane leicht abgenommen hat."

Bei der Unteren Jagdbehörde werden die Bestandszahlen aus den 73 Jagd-Revieren im Kreis gesammelt. So müssen die Jagdpächter beim Kreis nicht nur das abgeschossene, sondern auch alles andere tot aufgefundene Wild melden.

Daraus werden die Gesamtzahlen für den Kreis, die sogenannte Jagdstrecke des Kreises Mettmann, ermittelt. Und so gibt die Statistik genau Auskunft, wie viele Wildschweine, Rehe, Füchse, aber auch Waschbären, Dachse, Stockenten und Kormorane in einem Jagdjahr (von 1.April bis 31. März) im Kreis Mettmann den Tod fanden.

Fast 200 Rehe sind durch Verkehrsunfälle verendet

So kann die Untere Jagdbehörde für 2008/2009 aufzeigen, dass mit 472 Rehen nur etwa zwei Drittel der 764, die im Kreis Mettmann starben, abgeschossen wurden (746). 198 kamen durch Verkehrsunfälle um. Dagegen sind die Verkehrsunfälle mit Wildschweinen in unserer Region sehr gering.

Auf 95 abgeschossene Schwarzkittel kamen nur zwei überfahrene. Auch bei anderen Tieren sind es überwiegend Abschüsse, die in die Statistik eingehen, wie 865 Stockenten, 1058 Füchse, elf Waldschnepfen und zwölf Iltisse.

"Gemeinsam mit der Forstwirtschaft und der Jagdbehörde wird von uns ein Abschussplan aufgestellt", erklärt Schönfisch. Beim Rehwild wird ein dreijähriger Abschussplan erstellt, für den die Jagdpächter den Bestand in ihren Revieren schätzen müssen.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer