Drehort: Die NRW-Filmstiftung ist aktiv. Der Kreis als Filmkulisse.

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Das Neanderthal Museum diente einer Kölner Tatort-Folge schon als Hotel.

Das Neanderthal Museum diente einer Kölner Tatort-Folge schon als Hotel.

Das Neanderthal Museum diente einer Kölner Tatort-Folge schon als Hotel.

Kreis Mettmann. Auch der Kreisausschuss für Kultur und Tourismus beschäftigte sich schon einmal mit der Frage, wie man den Kreis Mettmann besser ins richtige (Film-)Licht setzen kann, nachdem man sich um eine Mitgliedschaft im Städtenetzwerk der Filmstiftung NRW beworben hatte.

Über diese Filmstiftungen laufen die Anfragen nach geeigneten Drehorten in der Regel beim Kreis ein, wobei diese Anfragen in der Regel kein ganzes Filmprojekt betreffen, sondern nur einzelne Sequenzen eines Films. Häufig wird sehr speziellen Kulissen gesucht wie nach einem verfallenen Haus, einer alten Fabrik, einem Gewässer mit niedrigem Wasserstand oder einem sternförmigen Gefängnisgebäude. Anfragen dieser Art leitet der Kreis an die Städte weiter, da diese Detailkenntnisse nur vor Ort vorhanden sind.

Zusätzlich arbeiten in Nordrhein-Westfalen zurzeit 13 private Location-Scouts, die ebenfalls im Auftrag der Produzenten spezielle Drehorte suchen und vermitteln.

So wurde für die Verfilmung des Ulla Hahn-Romans "Das verborgene Wort", der die Vorlage für den Fernseh-Zweiteiler "Teufelsbraten" war, in Velbert Langenberg gedreht. Aber auch für Serien wie "Alarm für Cobra 11" dienten die Velberter Straßen als Drehort. Für zwei Folgen der RTL-Serie "Wilde Engel" wurde in Tönisheide gedreht. Die Außenaufnahmen für den dritten Teil der "Wilden Hühner" entstand in Langenberg und Monheim. Die Aufnahmen für "Neandertal" des Regisseurs Ingo Haeb entstanden in der Steinzeitwerkstatt des Museums.

In der Regel werden die Drehorte allerdings verfremdet; so fungierten der japanische Golfclub an der Grenze zu Mettmann als münsterländischer Golfclub (im Münster-Tatort) und das Neanderthal Museum als Kölner Nobel-Hotel (im Köln-Tatort). Für den ortsunkundigen Zuschauer ist nicht ersichtlich, wo genau die einzelne Filmsequenz gedreht wurde.

Einzige prominente Ausnahme - obwohl nicht der ganz große Kassenknüller - war natürlich Hape Kerkelings "Samba in Mettmann". Während die Innenaufnahmen in einem Berliner Studio entstanden, wurden die Außenaufnahmen in Mettmann und Vohwinkel abgedreht. Red

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