Auslagerung nach Rohdenhaus als fünfjährige Interimslösung.

Die Sprachförderschule in Peckhaus.
Die Sprachförderschule in Peckhaus.

Die Sprachförderschule in Peckhaus.

Dirk Thomé

Die Sprachförderschule in Peckhaus.

Kreis Mettmann. Folgt die Politik am 5. Februar im Kreisschulausschuss dem Verwaltungsvorschlag, dann wird bei den Eltern der Sprachförderschule am Peckhaus wenig Freude ausbrechen.

Das Kreisschulamt bevorzugt nämlich die Dependance-Lösung in Wülfrath-Rohdenhaus. Hingegen hatte sich die Schulkonferenz der Förderschule im Oktober gegen die beabsichtigte Dependance-Lösung ausgesprochen.

Die Verwaltung argumentiert, dass die zunächst für fünf Jahre geplante Dependance-Lösung aus Kostengründen günstiger sei. Die Investitionskosten einer Dependance würden sich auf maximal 300.000 Euro belaufen, ein neuer Anbau an der Schule in Mettmann jedoch bis 1,6 Millionen Euro. In Wülfrath könnten die Eingangsklassen untergebracht werden.

Anders als die Eltern ist für das Schulamt die Entwicklung der Schülerzahlen mit Förderbedarf zurzeit nicht überschaubar. Daher soll es auch erst einmal die fünfjährige Interimslösung in Wülfrath geben. Mit dieser Lösung sei der Kreis Mettmann als Träger der Förderschule dann in der Lage, über eine dauerhafte, bauliche Zukunft für die Schule entscheiden zu können.

Qualität des Unterrichts leidet - befürchten die Eltern

Die Eltern befürchten unter anderem, dass bei einer Dependance die Qualität des Unterrichts leidet, durch das Hin- und Herfahren zwischen Mettmann und Wülfrath wertvolle Unterrichtszeit verloren geht und pädagogische Projekte nur eingeschränkt zu realisieren sind. Zudem würden zusätzliche Kosten entstehen: Neue Unterrichtsmaterialien müssten beschafft, außerdem ein Sekretär und ein Hausmeister eingestellt werden.

Die Stadt Wülfrath hat signalisiert, dass die Errichtung einer Dependance schon für das Schuljahr 2009/ 2010 möglich ist.

Zudem hat die Stadt Mettmann mitgeteilt, dass auch für das kommende Schuljahr 2009/ 2010 zwei Klassenräume in der benachbarten städtischen Astrid- Lindgren-Grundschule zur Verfügung gestellt werden können.

Zum weiteren Verfahren: Es sollen in nächster Zeit Gespräche mit der Schulleitung der Förderschule geführt werden, ob ein "sukzessiver Einstieg" in die Wülfrather Dependance - trotz Nutzungsmöglichkeit der beiden Klassenräume in der benachbarten Astrid-Lindgren-Schule - bereits im Schuljahr 2009/ 2010 möglich ist.

Mittlerweile sind in die Standort-Diskussion auch die Untere Schulaufsichtsbehörde (Schulamt für den Kreis Mettmann) als auch die Obere Schulaufsicht bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingeschaltet worden.

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