Magnus Staehler und die Stadt-Sparkasse wehren sich gegen die Erhöhung des WestLB-Garantie-Rahmens.

Gegenwind aus Langenfeld: Die Stadt-Sparkasse spricht sich gegen eine Erhöhung des Garantie-Rahmens für die WestLB aus.
Gegenwind aus Langenfeld: Die Stadt-Sparkasse spricht sich gegen eine Erhöhung des Garantie-Rahmens für die WestLB aus.

Gegenwind aus Langenfeld: Die Stadt-Sparkasse spricht sich gegen eine Erhöhung des Garantie-Rahmens für die WestLB aus.

dpa

Gegenwind aus Langenfeld: Die Stadt-Sparkasse spricht sich gegen eine Erhöhung des Garantie-Rahmens für die WestLB aus.

Kreis Mettmann. Starke Töne aus Langenfeld: Mit einem klaren Votum gegen die Erhöhung des Garantie-Rahmens für die finaniell angeschlagene Landes-WestLB möchte der Verwaltungsrat der Stadt-Sparkasse ein Zeichen setzen. Und dieses nicht nur in Langenfeld, sondern auch landesweit sollen sich die Sparkassen und die sie tragenden Kommunen gegen die Erhöhung aussprechen.

Niemand anders als Bürgermeister Magnus Staehler als Verwaltungsratsvorsitzender bläst zum Sturm. "Wir öffnen hier ein Fass ohne Boden, das weitere Millionen aus unserer Stadt-Sparkasse völlig sinnlos zu schlucken droht", wehrt sich Staehler, gegen neuen Rettungsanker für die WestLB. Dies sei der erneute Versuch, Gelder für ein nicht tragfähiges Geschäftsmodell ohne strategische Ausrichtung zur Verfügung zu stellen.

Staehler: "Nur weil sich die Politik nicht zu einer Neuordnung der Landesbanken-Landschaft entscheiden kann, müssen die kommunalen Sparkassen den Kopf für eine verfehlte Geschäftspolitik hinhalten."

"Der Bestand der Sparkassen-Landschaft ist uns wichtiger, als zum 125. Mal Geld in ein schwarzes Loch zu werfen"

MagnusStaehler, Verwaltungsratsvorsitzender der Stadt- Sparkasse Langenfeld

Nach den bereits in den Garantierahmen eingebrachten 3,7 Millionen Euro in den vergangenen zwei Jahren würde die Langenfelder Stadt-Sparkasse nun nochmals mit acht Millionen Euro zur Ader gelassen. "Ein Ende ist dabei nicht in Sicht. Wir treten nun auf die Bremse", sagt Staehler und kündigt an, am kommenden Montag, wenn die rheinischen Sparkassen über die Zusatzgarantie beraten, gegen die Erhöhung zu stimmen.

Vorsichtige Zurückhaltung übten die Vorstände der anderen Sparkassen im Kreis Mettmann. "Es sind bei der Kreissparkasse Düsseldorf-Mettmann sicherlich mehr als acht Millionen Euro", sagt Vorstand Ulrich Rüther. Sicherlich müsse die Konsolidierung der Landesbank voran getrieben werden, aber wie sich die drei Vertreter der Kreissparkasse bei der Verbandsversammlung verhalten werden, würde erst am Montag entschieden. Die Befürchtung, dass sich die neuen Garantien auf das Tagesgeschäft oder gar auf das soziale Engagement auswirken würden, kann Rüther nicht nachvollziehen. "Es gibt ja schließlich keine Reduzierung des Eigenkapitals."

Westfälische Sparkassen stimmen der Zusatzgarantie zu

Jochen Schäfer, Pressesprecher der Sparkasse Hilden-Velbert-Ratingen, bestätigt, dass sich die Sparkasse mit dem Thema auseinandersetzen wird. "Das wird sicherlich auf der Tagesordnung stehen, wenn heute der Verwaltungsrat tagt."

Auch in der Stadt-Sparkasse Haan lässt man sich Zeit mit einer Positionierung. "Unsere Vertreter in der Verbandsversammlung werden sich am Montag über ihre Vorgehensweise abstimmen", so Udo Vierdag vom Vorstand.

Am Mittwoch hatte die Landesregierung einen zweiten Nachtrag zum Haushaltsgesetz 2009 in den Landtag eingebracht. Damit sollen zusätzliche Garantien von vier Milliarden Euro für die WestLB auf den Weg gebracht werden. Die westfälischen Sparkassen haben am Mittwoch auf ihrer Verbandsversammlung der Zusatzgarantie zugestimmt.

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