Wettbewerb: 188 junge Musiker treten beim Regionalentscheid am letzten Wochenende im Januar in Hilden an.

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Gefragtes Instrument, das Klavier: 65 Pianisten stellen sich beim Musikwettbewerb den Ohren der Juroren. Die Zahl von sieben Drummern nimmt sich dagegen bescheiden aus.

Gefragtes Instrument, das Klavier: 65 Pianisten stellen sich beim Musikwettbewerb den Ohren der Juroren. Die Zahl von sieben Drummern nimmt sich dagegen bescheiden aus.

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Gefragtes Instrument, das Klavier: 65 Pianisten stellen sich beim Musikwettbewerb den Ohren der Juroren. Die Zahl von sieben Drummern nimmt sich dagegen bescheiden aus.

Hilden. Von A wie Amadeus bis Z wie ZZ Top: Am letzten Januar-Wochenende wird beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Hilden eine ganz besondere Leistungsschau der Nachwuchstalente des Kreises Mettmann geboten. Das liegt nicht nur an den 188 Teilnehmern – die weiblichen Musiker dominieren mit 133 übrigens überdeutlich – sondern auch an den Wettbewerbskategorien, die teilweise erstmalig im Kreis ausgeschrieben wurden: Neue Musik und E-Gitarre.

Neue Musik bringt auch neue Erkenntnisse

Im Bereich „Neue Musik“ mussten auch die Organisatoren in der Hildener Musikschule noch dazu lernen: Denn eines der beiden gemeldeten Ensembles – ein Piccoloflöten-Duo – spielt ein Werk des Düsseldorfer Komponisten Gottlieb Blarr, das beidseitig auf einem 13 Meter langen Notenblatt notiert wurde. Die Flötistinnen müssen während ihres Spiels das Blatt in gegenläufiger Bewegung abschreiten.

Karl Hentschel, Hildens Musikschulleiter: „Das brachte uns vor das Problem: Wie kann man ein 13 Meter langes Notenblatt aufstellen?“ Gar nicht: Es wird an einer Wäschleine quer durch den Vortragssaal im „Alten Helmholtz“ aufgehängt. Auch das andere „Neue Musik“-Ensemble sorgt für Aufsehen: Für den Aufbau aller Instrumente und Gerätschaften haben die fünf Musiker drei Stunden veranschlagt.

Da haben es die 65 kleinen und großen Pianisten einfacher, die sich diesmal in den verschiedenen Altersgruppen zum Wettbewerb gemeldet haben. Die Flügel stehen gestimmt bereit. Wegen der Vielzahl der Meldungen muss der Klavierentscheid an allen drei Tage ausgetragen werden – von Freitagmittag bis Sonntag Nachmittag. Hentschel: „Wir bieten jedem Teilnehmer ein Gespräch mit der Jury an, auf das wir besonderen Wert legen. Denn bei ,Jugend musiziert’ soll es nicht nur um Punkte und Preise gehen, sondern auch um eine persönliche Beratung.“ Und die braucht eben auch Zeit.

Die Abteilung „Pop“ tritt im Jugendzentrum auf

Neben den Pianisten treten 74 Holz- und Blechbläser in 26  Ensembles, sieben Drummer und – erstmals dabei – acht E-Gitarristen an. Das Pop-Programm geht wegen der technischen Ausstattung im Jugendzentrum „Area 51“, Furtwängler Straße 2 b, über die Bühne. Dort gibt es statt Bach und Beethoven Santana, Led Zeppelin und ZZ Top.

Die Wertungsspiele finden vom 28. bis 30. Januar in der Musikschule im „Alten Helmholtz“, Gerresheimer Straße 20, sowie im Jugendzentrum „Area 51“, Furtwängler Straße 2 b, in Hilden statt. Insgesamt 28 Juroren werden in den verschiedenen Kategorien die Beiträge beurteilen und bewerten.

Gemeldet sind 188 Teilnehmer (133 weiblich, 55 männlich). Die meisten kommen aus Ratingen (45), gefolgt von Hilden (33), Monheim (30) und Langenfeld (19). Aus Mettmann und Haan kommen je zwölf, aus Velbert sechs, aus Erkrath vier, aus Heiligenhaus drei. Aus Wülfrath nimmt niemand teil.

Mit diesem Regionalwettbewerb geht übrigens auch eine Ära zu Ende: Nach 28 Jahren in Hilden findet der Wettbewerb 2012 erstmals in Ratingen statt.

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