Beim 46. Regionalwettbewerb spielen fast 200 junge Musiker aus dem Kreis Mettmann Traditionelles und Modernes.

Kreis Mettmann. Für Rockgitarristen ist Eric Clapton ein großes Vorbild. Joseph Haydn hingegen dürfte bei den Saitenkünstlern da eher die Ausnahme sein. Und doch tauchen beide Komponisten auf dem Spielplan einer jungen Teilnehmerin am 46. Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" auf.

Womit bewiesen wäre, dass ihre Musik zeitlos ist, aber ihre Werke die Hürden sind, die knapp 200 junge Künstler zwischen sieben und 20 Jahren vom 30. Januar bis 1. Februar in Hilden überwinden müssen. Vorgespielt wird in den Räumen der Musikschule im "Alten Helmholtz", Gerresheimer Straße 20.

Die Gitarren-Jury wird sich zwölf Stunden Musik anhören

"Aufgrund der diesjährigen Instrumentenwahl Gitarre und Mandolinen haben sich alleine in diesem Bereich 50 Solisten für den Wettbewerb angemeldet. Deshalb wird der Wettbewerb zum ersten Mal an drei Tagen stattfinden", sagt Kreiskulturreferentin Barbara Bußkamp, die gleich mal nachgerechnet hat, dass sich die zuständige dreiköpfige Jury zwölf Stunden reine Spielzeit Gitarrenmusik anhören wird.

In der Solowertung kommen in diesem Jahr außer den Mandolinen- und Gitarrenspielern die Bläser zum Zuge. Ensemblewertungen gibt es in den Kategorien Duo Klavier/Streichinstrument und Klavier vierhändig.

45 Holzbläser, elf Blechbläser, 50 Gitarristen, 16 Mandolinisten, 17 Duos Klavier/Streichinstrument und zwölf Duos Klavier vierhändig haben sich für den Wettbewerb angemeldet.

So groß die musikalische Vielfalt auch ist - nicht alle Städte im Kreis Mettmann sind gleichstark beim Regionalwettbewerb vertreten. Fast schon musikalische Hochburgen sind Monheim und Hilden mit 39 beziehungsweise 37 Teilnehmern. Ratingen (26). Velbert (20) und Langenfeld (19) sind durchschnittlich gut vertreten. Mettmann (13), Erkrath (11) und Haan (10) hingegen schon weniger repräsentant. Nur jeweils zwei Teilnehmer kommen aus Wülfrath und Heiligenhaus. Die restlichen 16 Teilnehmer stammen von außerhalb, da bei den Regionalwettbewerben unterschiedliche Instrumente bewertet werden.

So müssen zwei Bass-Spieler aus dem Kreis Mettmann im Bereich Pop/Rock in Kleve antreten.

Bei der Bewertung der Vorträge ist für die Juroren nicht allein der Schwierigkeitsgrad eines Werkes ausschlaggebend. Auch die Verbindung von Gestaltungsfähigkeit und technischem Können, das stilistische Verständnis und die Qualität des Zusammenspiels werden bei der Entscheidung einbezogen. Als besonders wichtig wird das Beratungsgespräch eingeschätzt, das die Jury mit der Bekanntgabe der Ergebnisse verknüpft.

Wenn die Jury eine besonders herausragende Leistung bestätigt, kann das junge Talent am Landeswettbewerb in Düsseldorf (20. bis 24. März) teilnehmen. Die Landesbesten wiederum werden zum Bundeswettbewerb eingeladen. Dieses Finale wird vom 29. Mai bis 6. Juni in Essen ausgetragen.

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