Diese Erfolgsquote kann sich sehen lassen: „Mehr als 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die zu uns zur Schülerhilfe kommen, verbessern sich im ersten halben Jahr um mindestens eine Note“, erklärt Sabine Fuchs-Hecking. Sie leitet die Schülerhilfe Wülfrath. Im Juni 2014 wurde das Institut an der Parkstraße 1 eröffnet und musste aufgrund der großen Nachfrage bereits erweitern. In nunmehr acht Räumen auf zwei Etagen werden derzeit rund 60 Schüler aller Altersklassen und von sämtlichen Schulformen unterrichtet. Elf Lehrkräfte arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen, von denen die Jüngsten im Grundschulalter sind und die Ältesten sich in der Vorbereitung auf das Abitur befinden.

„Zu uns kommen die Eltern meistens, wenn sie selbst schon alles Mögliche probiert haben, aber alle eigenen Versuche oder auch die Hilfe durch Mitschüler oder gar Nachbarn fehlgeschlagen sind.“ Aktuell seien schlechte Halbjahreszeugnisse oder demnächst drohende „blaue Briefe“ vor Schuljahresende für viele ein Grund, die Schülerhilfe aufzusuchen.

Langfristig und effektiv dem Schüler helfen

„Dann ist es aber schon manchmal allerhöchste Eisenbahn“, sagt Fuchs-Hecking. Sie rät Eltern, nicht zu lange mit der Kontaktaufnahme zur Schülerhilfe zu warten. „Hat das Kind dauerhaft Schwierigkeiten, seine Hausaufgaben allein zu bewältigen oder sacken die Noten ab, sollte man Hilfe suchen“, sagt Fuchs-Hecking. So sollten Eltern im Hinblick auf das Schuljahresende in vier Monaten jetzt aktiv werden. „Dann können wir langfristig und effektiv helfen und nicht nur Feuerwehr spielen.“

Bevor das Kind in den Unterricht bei der Schülerhilfe geht, erfolgt zunächst ein Gespräch mit Eltern und Schüler. Ist dieser alt genug, gibt es zudem ein Einzelgespräch. „Das ist wichtig, um das Kind in seiner Persönlichkeit individuell kennenzulernen. Wie ist seine Motivationslage, wie das Verhältnis zu den Lehrern? Oft ist ja auch ein Lehrerwechsel für einen Leistungsabfall verantwortlich.“

All das wird vor der Einteilung in die Gruppe eingehend besprochen. Und dann natürlich festgelegt, in welchem Fach Hilfe erforderlich ist. „Natürlich liegt der Fokus zunächst auf den schlechten Fächern. Ist der Schüler schon eine Zeit lang bei uns, haben wir die Möglichkeit, bedarfsweise zu reagieren. Steht etwa eine Arbeit an, mit deren Thema der Schüler Schwierigkeiten hat, kann er dazu auch mal in eine andere Gruppe wechseln, wo das behandelt wird. Wir sind da sehr flexibel.“ Die Gruppen sind übrigens auf maximal fünf Schüler begrenzt, damit der Lehrer sich allen individuell widmen kann.

Wie Fuchs-Hecking berichtet, stellen sich beim Besuch der Schülerhilfe in der Regel sehr schnell Erfolge ein. „Wir wollen Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und Ziele definieren. Alle die hier sind, haben Probleme. Hier bekommen sie aber wieder Spaß am Lernen und haben Erfolgserlebnisse. Natürlich geht es bei dem einen schneller, bei dem anderen nicht so flott. Aber die Atmosphäre hier ist gut und das Lernen entspannt. Und das ist es, was auch den Eltern an der Schülerhilfe gefällt.“

Mit diesen ist man übrigens in ständigem Kontakt. Allerdings: „Je weniger die Eltern hören, umso besser läuft es.“ Die Lehrer bei der Schülerhilfe sind allesamt Fachkräfte. Die Fächer, in denen sie unterrichten, müssen diese mindestens zwei Semester lang studiert haben. „Wir haben in unserem Team hier in Wülfrath auch ein pensioniertes Lehrer-Ehepaar, Hanspeter und Dorothee Loewen“, erklärt Fuchs-Hecking. „Herr Loewen unterrichtet Mathe und war lange Jahre Rektor des Marien-Gymnasiums in Essen. Frau Loewen unterrichtet Deutsch und Englisch. Wir können übrigens noch weitere Lehrkräfte gebrauchen, vor allem für Mathematik.“

Vom TÜV regelmäßig geprüft und zertifiziert

Alle Einrichtungen der Schülerhilfe sind TÜV-zertifiziert und müssen sich regelmäßigen Prüfungen unterziehen, um dieses Zertifikat weiter führen zu dürfen. „Und zwar in allen Bereichen“, ergänzt Fuchs-Hecking.

Aktuell macht die Schülerhilfe Wülfrath ein besonderes Angebot: „Schüler, die zwei Mal die Woche kommen, können ein drittes Mal kostenlos teilnehmen.“

Kontakt Parkstraße 1, 42489 Wülfrath Telefon: 02058 179931

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