Die Hildener Unternehmer sehen ihre wirtschaftliche Entwicklung auf einem guten Weg.

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Die Arbeit im Rathaus erhält bei der Beurteilung der Standortfaktoren in Hilden (siehe Diagramm) gute Noten: Im Durchschnitt vergaben die Unternehmer die Schulnote 2,9. Für die Wirtschaftsförderung gibt es eine 2,8. Archiv

Die Arbeit im Rathaus erhält bei der Beurteilung der Standortfaktoren in Hilden (siehe Diagramm) gute Noten: Im Durchschnitt vergaben die Unternehmer die Schulnote 2,9. Für die Wirtschaftsförderung gibt es eine 2,8. Archiv

Die Beurteilung der Standortfaktoren in Hilden durch die Unternehmer brachte durchweg gute bis befriedigende Ergebnisse. Grafik: HIV

Dirk Thomé, Bild 1 von 2

Die Arbeit im Rathaus erhält bei der Beurteilung der Standortfaktoren in Hilden (siehe Diagramm) gute Noten: Im Durchschnitt vergaben die Unternehmer die Schulnote 2,9. Für die Wirtschaftsförderung gibt es eine 2,8. Archiv

Hilden. Die Stimmung in Hildens Wirtschaftswelt ist positiv und nach vorne gerichtet: Das ist das Fazit der Unternehmerbefragung von Hildener Industrie-Verein (HIV), CDU-Mittelstandsvereinigung und Stadtmarketing. Angeschrieben worden waren 720 Betriebe von der Ein-Mann-Firma bis zum Großunternehmen. 83 Antworten gab es – „eine gute Quote, die sich mit denen der zurückliegenden acht Befragungen deckt“, sagt der Vorsitzende des Industrie-Vereins, Norbert B. Roth.

In den vergangenen Jahren hätten die Befragungsergebnisse stets gut getroffen. Das macht Hoffnung, denn „die Tendenz geht klar nach oben“, sagt Fred-Harry Frenzel von der Mittelstandsvereinigung: „Sogar das Handwerk, das bekanntlich stark von der direkten Auftragsvergabe abhängig ist, blickt den nächsten zwölf Monaten zuversichtlich entgegen.“

Die Stimmung hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert

Zuversichtlich sind die Unternehmer insbesondere bei den Geschäftsaussichten und der Mitarbeiterentwicklung. Über alle Branchen hinweg werden im Vergleich zum Vorjahr bessere oder zumindest gleichbleibende Geschäftsprognosen abgegeben. Allerdings waren damals die Auswirkungen der Wirtschaftskrise viel näher als heute. „Es macht sich Vertrauen in die Zukunft breit“, sagt Roth.

Für ihn ist besonders markant, dass „bezogen auf die eigenen Geschäftsaussichten, gerade einmal vier Prozent glauben, dass 2011 ein düsteres Jahr mit Verlusten und Entlassungen wird“. Das habe Anfang 2010 noch ganz anders ausgesehen. Damals hatten 16 Prozent der Unternehmer echte Existenzängste.

Roth sieht jetzt eine Trendwende, denn 49 Prozent der Unternehmer erwarten jetzt das genaue Gegenteil. Weitere 47 Prozent hegen zumindest gleichbleibende Aussichten. „Wobei gleichbleibend nicht Stagnation bedeutet“, wie der 2. HIV-Vorsitzende Detlef Herrmann betont: „Vielmehr heißt es: Ich werde niemanden entlassen und weiter so erfolgreich arbeiten wie bisher.“

47 Prozent der produzierenden Betriebe, 30 Prozent der Dienstleister, 17 Prozent der Handwerker und 19 Prozent der Händler planen sogar, ihre Mitarbeiterzahl aufzustocken. Mit dieser Philosophie, die schon 2010 einsetzte, haben für Roth die Hildener einen großen Anteil daran, dass die Arbeitslosenquote im Bezirk Hilden/Haan mit 5,9 Prozent einen moderaten Stand hat.

Unternehmen sprechen wegen des Winterdienstes im Rathaus vor

Was den Hildener Firmen allerdings durch die Bank sauer aufgestoßen ist, ist der „katastrophale Winterdienst“. Roth & Co. hatten deshalb Dienstagnachmittag einen Termin bei Bürgermeister Horst Thiele, um ihrem Unmut Luft zu machen. „Wir erwarten von der Verwaltung ein klares Konzept, damit sich so etwas nicht wiederholt“, sagt Roth.

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