Hildener Unternehmer blicken überwiegend zuversichtlich in die Zukunft.

Wirtschaft
In diesem Jahr erwarten die Hildener Unternehmer – hier Christian Roth, Geschäftsführer von „tel . . . Roth“ (Telefonanlagen und Sicherheitstechnik), und seine Mitarbeiterin Elisabeth Fischer – überwiegend gute Geschäfte.

In diesem Jahr erwarten die Hildener Unternehmer – hier Christian Roth, Geschäftsführer von „tel . . . Roth“ (Telefonanlagen und Sicherheitstechnik), und seine Mitarbeiterin Elisabeth Fischer – überwiegend gute Geschäfte.

Dirk Thomé

In diesem Jahr erwarten die Hildener Unternehmer – hier Christian Roth, Geschäftsführer von „tel . . . Roth“ (Telefonanlagen und Sicherheitstechnik), und seine Mitarbeiterin Elisabeth Fischer – überwiegend gute Geschäfte.

Hilden. „Wir haben in Hilden immer noch einen Platz an der Sonne.“ Das sagt Norbert B. Roth, Vorsitzender des Hildener Industrie-Vereins (HIV) seit Jahren – immer dann, wenn er die Ergebnisse der Konjunkturumfrage vorstellt. Die hat der HIV mit der CDU-Mittelstandsvereinigung und dem Stadtmarketing Anfang Dezember zum mittlerweile elften Mal durchgeführt. Die drei Vereinigungen vertreten rund 700 Unternehmen mit mehr als 15 000 Arbeitsplätzen in Hilden.

74 Unternehmer haben geantwortet. Das sind exakt so viel wie im Vorjahr. „Das macht die Ergebnisse vergleichbar“, sagt Detlef Herrmann, stellvertretender HIV-Vorsitzender. Und dieser Vergleich zeigt laut Roth, „dass das Vertrauen der Hildener Unternehmerschaft in die wirtschaftliche Entwicklung für das vor uns liegende Jahr ungebrochen zu sein scheint“.

Prognose für die eigene Firma ist besser als für die allgemeine Lage

Bemerkenswert ist dabei, dass die Hildener die Aussichten für ihr eigenes Unternehmen in der Regel besser beurteilen als die allgemeine wirtschaftliche Lage. Ihre eigenen Geschäftsaussichten sehen 18 Prozent (Vorjahr 13 Prozent) „eher steigend“, während nach Ansicht von nur 14 Prozent der Befragten die allgemeine wirtschaftliche Lage besser wird (Vorjahr sieben Prozent).

Auch das in den Vorjahren eher zurückhaltende Handwerk blickt zuversichtlicher in die Zukunft. Ein Drittel der Handwerker erwartet für dieses Jahr eine „eher steigende“ Geschäftsentwicklung. Auch die Betriebe der Produktion sehen zu 13 Prozent (Vorjahr 0 Prozent) eine „eher steigende“ Entwicklung. Im Handel sind die Erwartungen nicht so groß: Kein Unternehmen erwartet ein Wachstum.

Diese laut Roth „auf einem hohen Niveau gleichbleibend guten Erwartungen“ schlagen sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder. Elf Prozent der Unternehmen (vor allem in der Produktion und im Handwerk) wollen neue Mitarbeiter einstellen, 73 Prozent erwarten keine Veränderungen.

Bis Mitte Dezember konnten die 700 angeschriebenen Unternehmen auf die Fragen des Hildener Industrie-Vereins, der Mittelstandsvereinigung und des Stadtmarketings antworten. 74 Unternehmer haben – wie im Vorjahr – die Fragebögen zurückgeschickt. Insgesamt war es die elfte Konjunkturumfrage.

Auch diesmal konnten die Unternehmer den Standort Hilden mit Schulnoten bewerten. Mit 2,2 erhielt das Einzelhandelsangebot den besten Wert. Im Vorjahr lag die Note noch bei 2,6. Die weiteren Benotungen: Arbeit der Verwaltung = 2,6 (Vorjahr 2,7), Wirtschaftsförderung = 2,6 (2,6), Verkehrssituation = 3,3 (3,4), Gewerbesteuer = 3,3 (3,3), Arbeit des Stadtrates = 3,1 (3,2) sowie Kultur/Gastronomie = 2,7 (2,7).

In jedem Jahr wird eine unterschiedliche Sonderfrage gestellt. In diesem Jahr lautete die Frage: Auftragserledigung auch durch Mehrarbeit? Demnach führen 81 Prozent der Betriebe notfalls Mehrarbeit durch. Davon zahlen 53 Prozent diese Mehrarbeit direkt aus. Bei 45 Prozent der Unternehmen wird die Zeit unterschiedlich angespart.

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