Die Hildener beteiligen sich rege an den Diskussionen im Internet zum Bürgerhaushalt.

Die Musikschule im Alten Helmholtz an der Gerresheimer Straße (Foto oben) und die Pflege von Baumscheiben werden beim Bürgerhaushalt viel diskutiert.  Archiv
Die Musikschule im Alten Helmholtz an der Gerresheimer Straße (Foto oben) und die Pflege von Baumscheiben werden beim Bürgerhaushalt viel diskutiert. Archiv

Die Musikschule im Alten Helmholtz an der Gerresheimer Straße (Foto oben) und die Pflege von Baumscheiben werden beim Bürgerhaushalt viel diskutiert. Archiv

Die Musikschule im Alten Helmholtz an der Gerresheimer Straße (Foto oben) und die Pflege von Baumscheiben werden beim Bürgerhaushalt viel diskutiert. Archiv

Die Musikschule im Alten Helmholtz an der Gerresheimer Straße (Foto oben) und die Pflege von Baumscheiben werden beim Bürgerhaushalt viel diskutiert. Archiv

Dirk Thomé/Hannes Klein, Bild 1 von 3

Die Musikschule im Alten Helmholtz an der Gerresheimer Straße (Foto oben) und die Pflege von Baumscheiben werden beim Bürgerhaushalt viel diskutiert. Archiv

Hilden. „Diese Resonanz ist einfach klasse. Damit hatten wir nicht gerechnet.“ In den Worten von Hildens Kämmerer Heinrich Klausgrete klingt seine Begeisterung darüber mit, wie sehr die Entscheidung eingeschlagen hat, den kommunalen Bürgerhaushalt in diesem Jahr über das Internet vorzustellen und zu diskutieren. Obwohl die Seite erst am Montag ins Netz gestellt wurde, hatten sich bis Freitag bereits 74 Nutzer registrieren lassen.

„Schließlich ist es unser Ziel, konkrete Fragen möglichst zeitnah zu beantworten.“

Heinrich Klausgrete, Leiter Amt für Finanzservice

„Das sind diejenigen, die sich mit ihrer E-Mail-Adresse und einem Passwort angemeldet haben, Beiträge ins Rennen schicken und in den Foren schon fleißig mitdiskutieren. Hinzu kommen die vielen, vielen Nutzer, die aus Interesse oder purer Neugier hereinschauen und sich einfach nur schlau machen wollen“, sagt Klausgrete. Viele hundert wurden bereits gezählt – und täglich werden es mehr. So wurde allein auf die beiden Musikschulthemen „Gebühren“ und „Erwachsenenzuschlag“ 731 Mal zugegriffen. „Das allein zeigt doch schon, wie wichtig den Bürgern ihre Musikschule ist“, sagt der Kämmerer.

Die Zahl der Beiträge hält sich mit insgesamt 46 zwar vergleichsweise noch in Grenzen. „Aber zu dem einen oder anderen Thema sind schon richtige Diskussionsrunden im Gange“, sagt Klausgrete. Er behält mit Mitarbeiter Kai Russo die Foren im Auge, lenkt die Diskussionen in geordnete Bahnen und gibt Fachfragen und -anregungen an die Spezialisten im Rathaus weiter. „Schließlich ist es unser Ziel, konkrete Fragen möglichst zeitnah zu beantworten“, sagt Klausgrete.

„Nach meiner Meinung soll eine Musikschule für alle da sein, nicht nur für junge Leute. Musik ist generationenübergreifend ein nicht zu unterschätzendes Kulturgut, das verbindet“, schreibt beispielsweise der Nutzer „login“ und fragt: „Warum sollen Erwachsene dafür mehr bezahlen?“

„Um die gut funktionierenden Strukturen nicht zu gefährden, ist eine Erhöhung der Gebühren mit viel Bedacht vorzunehmen. Eine Gebührenerhöhung ist kontraproduktiv, wenn im Gegenzug die Kundschaft ausbleibt“, meint ein weiterer Nutzer, der sich als „Themenstarter“ eingeloggt hat.

Mehr Bürger sollten eine Patenschaft übernehmen

Der Bürgerhaushalt ist aus einem Pilotprojekt des NRW-Innenministeriums und der Bertelsmann-Stiftung entstanden. Hilden war eine von sechs Kommunen, die von 2002 bis 2004 erproben sollten, wie die Bürger an der Entstehung des Haushalts beteiligt werden können. Mittlerweile ist Hilden zum zehnten Mal dabei.

Die Moderatoren sind unter Telefon 02103/72-206 und per E-Mail zu erreichen.
buergerhaushalt@hilden.de

Mit einem ganz anderen Thema beschäftigt sich „Susanne“: „In Hilden gibt es bereits für einige Baumscheiben eine Patenschaft, bei der engagierte Bürger Anpflanzung und Pflege übernommen haben. Es wäre wünschenswert, wenn sich noch mehr Bürger für eine solche Patenschaft fänden, die sich zeitlich und kostenmäßig auch im schmalen Rahmen realisieren lässt.“

Möglicherweise könnten auf diese Weise die Personalkosten reduziert werden, glaubt „Susanne“, die damit genau in die Richtung geht, die sich die Stadtoberen von dem Internet-Gang erhoffen: dass die Teilnehmer nicht nur aktiv teilhaben am Geschehen in ihrer Stadt, sondern auch den einen oder anderen Tipp abgeben, wo sie Einsparpotenzial sehen. „Konkrete und sinnvolle Anregungen gehen dann in die im Februar beginnenden Fachausschüsse“, sagt Klausgrete.

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