Die Allianz für Hilden möchte den jährlichen Ertrag aus dem Stadtwald auf 50 000 Euro erhöhen.

Der Hildener Stadtwald ist ein wirtschaftlich genutzter Erholungswald.
Der Hildener Stadtwald ist ein wirtschaftlich genutzter Erholungswald.

Der Hildener Stadtwald ist ein wirtschaftlich genutzter Erholungswald.

Dirk Thomé

Der Hildener Stadtwald ist ein wirtschaftlich genutzter Erholungswald.

Hilden. 1350 Kubikmeter Holz werden durchschnittlich pro Jahr im Hildener Stadtwald geschlagen. Je nach Verkaufswert hat die Stadt in den vergangenen Jahren jeweils etwa 30 000 Euro eingenommen. Diese Summe hätte die Allianz für Hilden gerne erhöht. 50 000 Euro pro Jahr sollten es schon sein.

Die Allianz bezog sich dabei auf ein Gutachen der Firma BSL zur Verbesserung der Haushaltssituation. Darin wurde auch eine Steigerung der Erträge aus dem Holzverkauf angeregt. Dieser Vorschlag wurde laut Verwaltung aber bereits 2012 umgesetzt. Seither sei es nicht gelungen, den gewünschten Erlös (35 000 Euro) zu erzielen.

1800 Kubikmeter wachsen jährlich nach

„Vom Bestand her wäre eine leichte Verbesserung möglich“, sagt die technische Beigeordnete Rita Hoff. Viel mehr sei aber nicht möglich. Sonst wäre das im Stadtwald praktizierte Prinzip der Nachhaltigkeit nicht zu schaffen. Das bedeutet laut Förster Friedhelm Schüller, dass pro Jahr etwas weniger geschlagen wird, als nachwächst – das sind rund 1800 Kubikmeter pro Jahr.

Etwa 430 Hektar ist der Stadtwald groß. Und er ist laut Schüller „ein wirtschaftlich genutzter Erholungswald“. Das war er immer. Hildens Ehrenbürger Ferdinand Lieven hatte dies zur Auflage gemacht, als er 1902 der Stadt den Wald vermachte.

Gleichwohl sind laut Hoff in den kommenden Jahren mehr Erträge zu erwarten, „weil jetzt höherwertiges Holz nachwächst“. Bisher wurden vor allem Bäume geschlagen, die in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg gepflanzt wurden. Damals galt es, die Kriegsschäden schnell auszugleichen.

Das waren insbesondere schnell wachsende Nadelbäume. Mittlerweile sind etwa zwei Drittel Laubbäume: Buchen, Eichen, Roteichen und Birken. In den vergangenen Jahren wurden zudem Douglasien und Küstentannen gepflanzt. „Die können mehr Trockenheit vertragen“, sagt Schüller. Sie können frühestens in 60 Jahren geschlagen werden.

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