Sabine Klein-Mach, Leiterin der Wilhelm-Fabry-Realschule, sieht in der neuen Sekundarschule nur Vorteile.

Sabine Klein-Mach, Schulleiterin der auslaufenden Wilhelm-Fabry-Realschule.
Sabine Klein-Mach, Schulleiterin der auslaufenden Wilhelm-Fabry-Realschule.

Sabine Klein-Mach, Schulleiterin der auslaufenden Wilhelm-Fabry-Realschule.

Thome, D. (dth)

Sabine Klein-Mach, Schulleiterin der auslaufenden Wilhelm-Fabry-Realschule.

Hilden. Ab 1. Februar können Eltern erstmals in Hilden ihre Kinder für die neue Sekundarschule am Holterhöfchen anmelden. Sabine Klein-Mach (42), Schulleiterin der auslaufenden Wilhelm-Fabry-Realschule, sieht in der neuen Schulform nur Vorteile.

Frau Klein-Mach, nach der Elternbefragung im Vorjahr war klar, dass die Sekundarschule kommt. Was war Ihr erster Gedanke?

Sabine Klein-Mach: Ich habe mich sehr gefreut, dass das Feedback der Eltern so gut war. Viele Eltern haben sich im Vorfeld intensiv über diese Schulform informiert.

„Das Bibbern vor den Zeugnissen fällt weg.“

Sabine Klein-Mach

Wenn in der kommenden Woche die Anmeldungen starten, müssen sich mindestens 75 Schüler für die Sekundarschule entscheiden. Wird das klappen?

Klein-Mach: Da bin ich sehr zuversichtlich. Wir könnten problemlos sogar vier Eingangsklassen bilden, wenn der Bedarf da ist.

Werden Sie vielleicht sogar Schüler abweisen müssen?

Klein-Mach: Nein, ich denke durch die geburtenschwachen Jahrgänge werden die Anmeldungen die Plätze nicht übersteigen.

Wie viele Lehrer werden wie viele Schüler unterrichten?

Klein-Mach: Ein Lehrer wird auf etwa 16 Schüler kommen. Bei der Realschule war das im Vergleich ein Lehrer auf 20 Schüler.

Bedeutet das, dass neue Lehrer eingestellt werden müssen?

Klein-Mach: Ja, das bedeutet es. Weil wir auch gymnasiale Standards anbieten, werden auch Lehrkräfte insbesondere mit dieser Lehrbefähigung eingestellt. Hinzu kommt, dass es neue Fächer geben wird, für die ebenfalls neue Lehrer gesucht werden.

Was sind das für Fächer?

Klein-Mach: Das sind einerseits praktische Fächer wie Hauswirtschaft, Technik und Arbeitslehre. Aber auch Sprachen, die im Hinblick auf die gymnasiale Oberstufe angeboten werden.

Die Schüler können bis zur neunten Klasse nicht sitzenbleiben. Ist das sinnvoll?

Klein-Mach: Ja, das ist sehr sinnvoll. Den Schülern wird der Druck genommen. Das Bibbern vor den Zeugnissen fällt weg. Unser Ziel ist es, die Kinder so lange wie möglich in ihrem gewohnten Lernumfeld mit den Klassenkameraden zu belassen.

Was kommt nach der neunten Klasse?

Klein-Mach: In Klasse zehn entscheiden wir mit dem Schüler, wohin es geht. Wir kooperieren eng mit dem Berufskolleg Hilden und dem Helmholtz-Gymnasium. Die Sekundarschüler, die bei uns ihre Qualifikation bekommen, haben eine Garantie auf einen Platz an einer der Schulen.

Und diejenigen, die keine Zulassung zur gymnasialen Oberstufe bekommen?

Klein-Mach: Mit ihnen wird einerseits über eine mögliche Ausbildung gesprochen. Andererseits ist ebenfalls das Berufskolleg auch hier unser Ansprechpartner, wenn die schulische Laufbahn fortgeführt werden soll.

Ihnen sind zehn Millionen Euro für die Sanierung des Schulgebäudes genehmigt worden.

Klein-Mach: Ja, und das Schöne ist, dass wir Wünsche und Anregungen einbringen dürfen.

Sie werden sich aber als Schulleiterin ganz regulär bewerben müssen. Sicher ist ja noch nicht, ob Sie die Leitung bekommen.

Klein-Mach: Ja, natürlich werde ich mich auf die Stelle bewerben. Ich bin davon überzeugt, dass meine Chancen sehr gut sind, weil ich jetzt im Entstehungsprozess so eng eingebunden und federführend in der Steuergruppe bin.

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