Susanne Pramann ist neue Pädagogische Leiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung.

Kirche
Pädagogin und Theologin Susanne Pramann vor der Reformationskirche.

Pädagogin und Theologin Susanne Pramann vor der Reformationskirche.

Dirk Thomé

Pädagogin und Theologin Susanne Pramann vor der Reformationskirche.

Hilden. „Ein bisschen Zeit brauche ich noch, um die Menschen hier und ihre Lebenswelt besser kennenzulernen“, sagt Susanne Pramann. Die ruhige 43-Jährige ist neue Pädagogische Leiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB). In Hamburg hatte die gebürtige Hildenerin neben Pädagogik und Spanisch auch Evangelische Theologie studiert und promoviert. Vor ihrem Amtsantritt in Hilden arbeitete sie ebenfalls als Pädagogische Leiterin, allerdings im Gesundheitswesen. „In meiner neuen Tätigkeit kann ich nun endlich mein theologisches Interesse einbringen“, sagt sie.

„Meine Vorgängerin hat ihre Arbeit so gut gemacht, dass ich da einfach anknüpfen möchte.“

Susanne Pramann, neue Pädagogische Leiterin der EEB

Pramann übernimmt das Amt von Christine Schröter-Gerarts, die die Erwachsenenbildung 35 Jahre lang geleitet hat. Nach so langer Zeit kann ihre Nachfolgerin nicht sofort alles umkrempeln. Das weiß Pramann und hat sich drauf eingestellt: „Ich möchte erst einmal gar keinen neuen Schwerpunkt setzen. Meine Vorgängerin hat ihre Arbeit so gut gemacht, dass ich da einfach anknüpfen möchte.“

Allerdings wünscht sich Pramann, dass sie mit ihrem Programm, das dann im November fertig sein wird, mehr Männer anspricht. „Es ist immer schwierig, Männer in Bildungsprogramme zu kriegen“, sagt Pramann: „Das wird eine kleine Herausforderung. Trotzdem werde ich aber natürlich die Frauen nicht vernachlässigen.“

Das aktuelle Programm stammt noch aus der Feder von Christine Schröter-Gerarts. Die Schwerpunkte liegen wieder im Bereich Familie.

Eine Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit dem Thema Burn-out

Ob gestresst oder nicht, Eltern haben die Wahl zwischen Coachings sowie verschiedenen Seminaren zu Themen wie Burn-out, Stressbewältigung oder auch „Fitness, Power und Entspannung“. Das ist ein Kurs für Frauen, der ebenfalls als Ausgleich zum Alltag gedacht ist. Auch für Senioren ist einiges dabei. In Zusammenarbeit mit Haus Horst, Volkshochschule und Wilhelm-Fabry-Museum hat die EEB das Programm „Lebenslinien – Krisenbewältigung im Alter“ entwickelt. Es enthält Vorträge und Seminare zu Themen wie Erbrecht und Patientenverfügung.

In 2011 hat die EEB in Hilden 230 Veranstaltungen mit insgesamt 3100 Unterrichtsstunden angeboten. Etwa 3200 Menschen haben diese besucht. Für das zweite Halbjahr sind 147 Veranstaltungen geplant.

Die Broschüren mit den vollständigen Terminen der Programmpunkte liegen im Wilhelm-Fabry-Museum, in der Stadtbücherei, im Rathaus, in der Stadtsparkasse und in den Gemeinde- und Familienzentren aus. Weitere Informationen zum Programm gibt es auch im Internet.
www.eeb-hilden.de

Aber auch Kunst und Kultur sind vertreten, etwa das Begleitprogramm zur Ausstellung „Vom Tatort ins Labor“ im Museum. Schließlich antwortet die EEB mit der Veranstaltungsreihe „Der erschöpfte Mensch – Vom Umgang mit Dauerbelastungen in unserer gestressten Gesellschaft“ auf das Phänomen Burn-out.

Die meisten Veranstaltungen laufen erst in der kommenden Woche an. Eine Frauengesprächsgruppe und die Kinderkurse haben bereits begonnen – unter neuer Leitung: „Frau Schröter-Gerarts hat die Frauen super vorbereitet auf ihren Abschied und mein Kommen. Mir begegnet hier ein so offenes Klima, dass ich mich sehr auf die Arbeit freue“, sagt Pramann.

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