Die Preisträger des städtebaulichen Wettbewerbs werden am Freitag ausgewählt.

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Auf dem fast 27 000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule (rechts) sollen Wohnungen entstehen. Auch die Fabriciushalle (links) wird abgerissen.

Auf dem fast 27 000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule (rechts) sollen Wohnungen entstehen. Auch die Fabriciushalle (links) wird abgerissen.

Dirk Thomé

Auf dem fast 27 000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule (rechts) sollen Wohnungen entstehen. Auch die Fabriciushalle (links) wird abgerissen.

Hilden. Seit drei Jahren wird über die Zukunft des Geländes der ehemaligen Albert-Schweitzer-Hauptschule diskutiert. Am Freitag fällt die erste Entscheidung darüber, was auf dem fast 27 000 Quadratmeter großen Grundstück am Wiedenhof gebaut werden könnte. Den ganzen Tag lang wird eine fünfköpfige Jury die drei Preisträger des städtebaulichen Wettbewerbs ermitteln, deren Entwürfe als Grundlage für die spätere Bebauung dienen sollen. An den Beratungen werden auch Vertreter der Fraktionen im Stadtrat teilnehmen. Abstimmen dürfen sie allerdings nicht. Die Fraktion der Bürgeraktion/freie Christdemokraten hat auf eine Teilnahme verzichtet.

Das Wettbewerbsverfahren ist anonymisiert

„Wichtig ist, dass eine Bebauungsstruktur gefunden wird, die der Umgebung enspricht“, sagt Rita Hoff zur Aufgabe der Jury. Der gehört auch Hildens Baudezernentin an. Sie kennt die Entwürfe genau so wenig wie die anderen Mitglieder: die Architekten und Stadtplaner Professor Christl Drey (Uni Kassel), Frieder Heinz aus Solingen, Judith Kusch aus Köln und Professor Jürgen von Brandt, Direktor des Institutes für Städtebau an der Fachhochschule Köln. Gesehen haben die Pläne bisher nur zwei städtische Mitarbeiter. Sie haben geprüft, ob die Entwürfe den Vorgaben entsprechen. Welches Büro welchen Entwurf eingereicht hat, wissen aber auch sie nicht. Das Verfahren ist anonymisiert.

20 Büros wurden zur Teilnahme an dem mit 32 000 Euro dotierten Wettbewerb zugelassen. Allerdings haben einige davon ihre Teilnahme abgesagt. Grundvoraussetzung für eine Teilnahme war unter anderem, dass das Büro in der Lage ist, das spätere Bebauungsplanverfahren zu begleiten. Rein formell dauert dieses Verfahren inklusive Bürgerbeteiligung mindestens ein Jahr. Vorher wird auf dem ehemaligen Schulgelände nichts passieren.

Für Mittwoch, 13. Juni, ist eine Bürgerdiskussion geplant

Bei einer ausgiebigen inhaltlichen Diskussion kann sich das Verfahren noch weiter hinziehen. Beginnen kann diese Diskussion frühestens am Dienstag, 5. Juni. An diesem Tag berät der Verwaltungsvorstand über das Ergebnis des Wettbewerbs. Danach werden die Preisträger veröffentlicht. Für Mittwoch, 13. Juni, ist ab 19 Uhr in der Aula der Astrid-Lindgren-Schule, Zur Verlach 42, eine Bürgerdiskussion geplant. Deren Ergebnisse sollen in die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses einfließen, der am Mittwoch, 27. Juni, darüber berät, welcher der drei Preisträger-Entwürfe als Basis für die weitere Planung dienen soll. Alle eingegangenen Entwürfe werden zudem vom 20. Juni bis 2. Juli in Raum 100 des Rathauses öffentlich ausgestellt.

Nach der Sommerpause könnte das Bebauungsplanverfahren beginnen, in dem auch die Fragen geklärt werden, die in der Wettbewerbsauslobung nicht vorgegeben sind. Dazu gehört unter anderem die Zahl der Wohnungen sowie die Erschließung des Geländes. Vorgeschrieben ist allerdings, dass mindestens 3500 Quadratmeter als Freifläche „möglichst im Bereich des heutigen Spielplatzes“ (Hoff) erhalten bleiben. Und auch die Grünfläche entlang des Bruchhauser Baches sollen nicht überplant werden.

Im Bereich der Architektur werden städtebauliche Wettbewerbe veranstaltet, wenn für eine anstehende Bauaufgabe oder für eine generelle Ideenfindung der optimale Entwurf gefunden werden soll.

Bei den Beratungen werden die Jury und die teilnehmenden Fraktionsmitglieder unter anderem die städtebauliche Gestaltung, die Freiraumgestaltung, die Funktionalität und die Wirtschaftlichkeit der Entwürfe berücksichtigen.

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