Stadt will der Wohnungsgesellschaft zwei Grundstücke an der Kirchhofstraße übertragen.

Wohnen
Das Grundstück des Backsteingebäudes an der Kirchhofstraße 28 will die Stadt der Wohnungsbaugesellschaft übertragen, um dort acht Sozialwohnungen zu bauen.

Das Grundstück des Backsteingebäudes an der Kirchhofstraße 28 will die Stadt der Wohnungsbaugesellschaft übertragen, um dort acht Sozialwohnungen zu bauen.

Anna Schwartz

Das Grundstück des Backsteingebäudes an der Kirchhofstraße 28 will die Stadt der Wohnungsbaugesellschaft übertragen, um dort acht Sozialwohnungen zu bauen.

Hilden. Die Stadt Hilden will ihrer Tochtergesellschaft, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WGH), zwei Grundstücke an der Kirchhofstraße übertragen, auf denen insgesamt 15 Sozialwohnungen entstehen könnten. Die Politik hat das Thema bereits im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses beraten, am 10. Juli entscheidet der Rat darüber.

Auf dem Gelände Ecke Kirchhofstraße/Am Feuerwehrhaus könnte die WGH sieben neue Sozialwohnungen errichten, an der Kirchhofstraße 28 weitere acht. Als einen „ersten Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnete Franz Schnitzler, der für die Bürgeraktion im Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft sitzt, die Pläne.

„Es gibt auf jeden Fall zu wenige Sozialwohnungen in Hilden. 4300 wäre eine gute Zahl.“

Lutz Müller, Geschäftsführer der WGH über die 1193 Sozialwohnungen in Hilden

Die Bürgeraktion hatte bemängelt, dass die WGH ihrem Auftrag, preiswerten Wohnraum zu errichten, „nur noch sehr unzureichend“ nachkomme. Umgekehrt habe die Wohnungsbaugenossenschaft immer wieder betont, dass sie dazu nur in der Lage sei, wenn die Stadt ihr Grundstücke zuweise.

„Das ist immer schwer“, sagt dazu WGH-Geschäftsführer Lutz Müller und verweist auf das letzte Projekt an der Grünstraße, an der die Wohnungsbaugesellschaft vor zwei Jahren acht öffentlich geförderte Wohnungen errichtet hatte. Das Projekt war nach dem gleichen System abgelaufen, auch dort hatte die Stadt das Grundstück der WGH übertragen.

Bürgeraktion will klare Vorgaben für Albert-Schweitzer-Schulgelände

Insgesamt, sagt Lutz Müller, „gibt es auf jeden Fall zu wenige Sozialwohnungen“. Das sei allerdings Sache der Politik. In Hilden gibt es 1193 Sozialwohnungen (Stand Ende 2012) – laut Lutz Müller wäre rund 4300 eine gute Zahl für Hilden.

Die WGH (Wohnungsbaugesellschaft Hilden mbH) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Hilden. Sie ist 1995 entstanden, als der Rat beschloss, die Einnahmen aus dem Verkauf der städtischen Anteile an der Hildener Aktienbaugesellschaft in eine eigene Wohnungsbaugesellschaft fließen zu lassen.

Die Gesellschafterversammlung der WGH besteht aus dem Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Hilden. Der Bürgermeister oder ein von ihm benannter Vertreter ist Mitglied des neunköpfigen Aufsichtsrates.

Der WGH gehören zurzeit 202 Wohnungen.

„Die Bürgeraktion hat deshalb in letzter Zeit verstärkt darauf hingewiesen, dass die Stadt sich ihr bietende Möglichkeiten wie beim Jueck an der Heiligenstraße oder an der Ecke Berliner Straße/Am Rathaus nicht konsequent nutze“, ergänzt Ratsmitglied Claudia Beier:

„Auch bei unserer Forderung nach klaren Vorgaben zur öffentlich geförderten Nutzung des Albert-Schweitzer-Hauptschulgeländes für ältere Menschen und alternative Wohnformen verbunden mit dem Auftrag, die dafür zur Verfügung stehenden Kontingente an Landesmitteln einzuplanen und abzurufen, ziert sich die städtische Wohnungsbauförderung bisher.“

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