Der Rückzug der evangelischen Kirche muss nicht das Aus für die Einrichtung bedeuten. Entscheidung in diesem Jahr.

Dezernent Otmar Scholl, Realschul-Leiter Guedo Wandrey, Internatleiterin Tanja Leberer und Oberkirchenrat Klaus Eberl (v.l.).
Dezernent Otmar Scholl, Realschul-Leiter Guedo Wandrey, Internatleiterin Tanja Leberer und Oberkirchenrat Klaus Eberl (v.l.).

Dezernent Otmar Scholl, Realschul-Leiter Guedo Wandrey, Internatleiterin Tanja Leberer und Oberkirchenrat Klaus Eberl (v.l.).

Dirk Thomé

Dezernent Otmar Scholl, Realschul-Leiter Guedo Wandrey, Internatleiterin Tanja Leberer und Oberkirchenrat Klaus Eberl (v.l.).

Hilden. Der Beschluss der Landessynode steht: Das Internat des evangelischen Schulzentrums in Hilden wird geschlossen. „Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass es keinen Internatsbetrieb mehr geben wird“, sagt Oberkirchenrat Klaus Eberl. Der Beschluss bedeute nur, dass sich die Landeskirche aus der Trägerschaft verabschiedet.

Nachgehakt

Erste Gespräche über eine mögliche Übernahme der Einrichtung wurden bereits geführt. Grundsätzlich würde es bei den infrage kommenden diakonischen Trägern auch ein Interesse geben. „Eine Entscheidung wird wohl noch in diesem Jahr fallen“, sagt Otmar Scholl, leitender Dezernent im Landeskirchenamt.

Der Sparbeschluss der Landessynode soll bis 2015 umgesetzt werden. In der Zwischenzeit muss mit den diakonischen Trägern unter anderem auch über die Miete sowie die eventuelle Übernahme des Personals (aktuell sind es 18 Mitarbeiter auf zwölf Stellen) verhandelt werden.

Eine anderweitige Nutzung wäre die schlechtere Variante

Eine zweite, „schlechtere Variante“ (Eberl) wäre die Nutzung der Gebäude an der Gerresheimer Straße durch andere Einrichtungen oder beispielsweise als Tagungszentrum der Landeskirche. Dann müsste erst investiert werden, um die Gebäude den neuen Ansprüchen anzupassen. Zudem müsste eine alternative Unterbringung der dann verbliebenen Bewohner des Internats gefunden werden. Derzeit leben noch knapp 30 Jugendliche dort.

„Auch eine Mischlösung ist denkbar“, sagt Scholl: Einige Gebäude bleiben Internat, in die anderen ziehen kirchliche Einrichtungen ein. Ausgeklammert bliebe in jedem Fall das Tagesinternat, das für den Ganztag und eine angedachte Ferienbetreuung der neuen Gesamtschule gebraucht werde.

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