Nach der Berichterstattung in der WZ wurden die Stadtpläne mittlerweile erneuert.

Im September vergangenen Jahres war auf dem Stadtplan an der Richrather Straße kaum etwas zu erkennen. Inzwischen hängt dort ein druckfrisches Exemplar.
Im September vergangenen Jahres war auf dem Stadtplan an der Richrather Straße kaum etwas zu erkennen. Inzwischen hängt dort ein druckfrisches Exemplar.

Im September vergangenen Jahres war auf dem Stadtplan an der Richrather Straße kaum etwas zu erkennen. Inzwischen hängt dort ein druckfrisches Exemplar.

Dirk Thomé

Im September vergangenen Jahres war auf dem Stadtplan an der Richrather Straße kaum etwas zu erkennen. Inzwischen hängt dort ein druckfrisches Exemplar.

Hilden. Stadtpläne sollen Ortsunkundigen helfen, den richtigen Weg zu finden. Zumeist stehen sie an den Ortseingängen – mit einem weithin sichtbaren, blauen „i“-Hinweis für Information. So auch in Hilden. Bis vor kurzem allerdings verwirrten die Pläne mehr, als dass sie weiterhalfen.

Meist waren die Karten hinter der Plexiglasscheibe derart vergilbt und von Feuchtigkeit durchzogen, dass ein Entziffern kaum oder gar nicht mehr möglich war (die WZ berichtete).

Das hat sich mittlerweile geändert. Ob an der Richrather-, an der Hochdahler- oder an der Gerresheimer Straße: Überall prangen entweder neue oder zumindest „aufpolierte“ Stadtpläne, deren Karten und die dazugehörigen Legenden mit Straßen- und Behördenverzeichnis deutlich zu lesen sind.

„Wir sind aufgrund des WZ-Artikels damals sofort aktiv geworden“, sagt Hans-Joachim Frohn, der für das Verkehrswesen zuständige Sachgebietsleiter im städtischen Tiefbau- und Grünflächenamt. „Das waren teils unhaltbare Zustände“, gesteht er im Nachhinein ein.

Verantwortlich für die ordnungsgemäße Bestückung und Pflege der Hildener Stadtplan-Tafeln ist nämlich eine Düsseldorfer Werbeagentur. „Die kümmert sich auch darum, dass die Stadtpläne lesbar bleiben“, so Frohn.

Ebenfalls ausgetauscht werden zurzeit an den Ortseingängen die Hinweisschilder auf die Hildener Partnerstädte Warrington und Nove Mesto. „An ihnen hatte der Zahn der Zeit so sehr genagt, dass sie teils kaum noch lesbar waren“, sagt Hans-Joachim Frohn vom städtischen Tiefbau- und Grünflächenamt.

Insgesamt zehn solcher Standorte gibt es. „Der Austausch dauert noch an“, so Frohn. „Ich denke aber, dass der Bauhof in 14 Tagen damit fertig ist.“ Rund 5000 Euro kosten die neuen Schilder.

Finanziert werden die Wegweiser über Werbung, die ebenfalls Teil der Pläne ist. Entweder ist die Werbung mit aufgedruckt, oder sie ist in Form zusätzlicher Schilder über den eigentlichen Stadtplänen angebracht. Damit hat die Stadt also keinerlei Kosten. „Gleichwohl“, sagt der Sachgebietsleiter, „entbindet das die Düsseldorfer nicht davon, die Pläne auch in Schuss zu halten.“

Hans-Joachim Frohn von der Stadt fuhr alle Standorte ab

Nachdem also die WZ Ende September über die „blinden“ Stadtpläne berichtet hatte, nahm Hans-Joachim Frohn Kontakt zu der Werbeagentur auf und fuhr mit ihr sämtliche Standorte ab.

„Manche Pläne waren nicht mehr zu retten und mussten neu gedruckt werden“, sagt der Sachgebietsleiter. Andere Stadtpläne wie etwa an der Gerresheimer Straße hatte es dagegen nicht ganz so schlimm erwischt. „Da musste nicht allzu viel gemacht werden“, so Frohn.

Ganz krass war es am Westring. Wer bis vor kurzem aus Richtung Düsseldorf kommend die Haltebucht kurz vor dem Elbsee-Parkplatz ansteuerte, fand zwar schon 200 Meter vorher den Hinweis auf den Stadtplan – mehr aber nicht. Stattdessen prangte dort ein Uralt-Plan, der ein Gewerbegebiet Hilden Nord-West zeigt. Ansonsten herrschte gähnende Leere. Den Uralt-Plan gibt es zwar immer noch, doch jetzt hängt daneben auch ein druckfrischer Wegweiser.

Aktiv werden müssen Werbeagentur oder Stadt übrigens noch einmal an der Hochdahler Straße. Ausgerechnet der ebenfalls komplett erneuerte Stadtplan gegenüber der Einfahrt zur Autobahnpolizei ist von Unbekannten mit Graffiti-Schmierereien besprüht worden.

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