Die Theatergruppe Marienkäfer führt ihr neues Stück auf.

Projekt
Prächtig kostümiert, unterhielten die Akteure bei der Märcheninszenierung von „Jorinde und Joringel“ ihr Publikum.

Prächtig kostümiert, unterhielten die Akteure bei der Märcheninszenierung von „Jorinde und Joringel“ ihr Publikum.

Dirk Thomé

Prächtig kostümiert, unterhielten die Akteure bei der Märcheninszenierung von „Jorinde und Joringel“ ihr Publikum.

Hilden. „Bumm, bamm, beier, vom Himmel fliegen Eier“, tönte es zum Abschluss von der Galerie, und ebenso wie die vielen Tischtennisbälle, die prasselnd am Boden landeten, erklang wenig später donnernder Zuschauerapplaus. Dies war der würdige Abschluss für die Premiere des Grimmschen Märchens „Jorinde und Joringel“.

Seit 1993 existiert die Theatergruppe Marienkäfer, die gestern im Pfarrsaal St. Marien Premiere mit ihrem diesjährigen Märchen feierte.

Ursprünglich war sie vor rund 18 Jahren im Kindergarten von Eltern und Mitarbeitern gegründet worden, um in der Vorweihnachtszeit der einsetzenden Ungeduld und dem spürbaren Konsumrausch ein gemeinsames Erlebnis entgegenzusetzen.

Die Aufführungen sind immer bestens besucht

Aus der Idee, für seine Kinder bekannte Märchen wie „Frau Holle“ umzusetzen, hat sich inzwischen ein festes Ritual entwickelt. Die Aufführungen, so auch die Doppelpremiere am Sonntag, sind fabelhaft besucht und bereiten den Zuschauern viel Freude.

Bei „Jorinde und Joringel“, jener Geschichte um das bildhübsche Mädchen und seinen Bruder, die sich zu nah ans Schloss der Erzzauberin wagen und erst nach allerlei Verwicklungen wieder zueinander finden, lag das an der Geschichte.

Jorinde und Joringel wird wieder am 30. Januar aufgeführt. Karten und weitere Informationen im Kindergarten St. Marien (Roswitha Wermke) und im Internet.

Was ist Zeit, wenn man auf der Suche nach einem geliebten Menschen ist? Was ist Liebe? Spielerisch wurden diese Dinge in der Inszenierung unter Leitung von Roswitha Wermke geklärt.

Natürlich gab es kleine Patzer und Schnitzer, vor allem aber gab es ein überaus ansprechendes Bühnenbild. Ein Miniaturschloss mit windschiefen Fenstern, funkelnd beleuchtet, symbolisierte das Zuhause der schillernd kostümierten Erzzauberin.

Ebenso augenschmeichelnd wie die Kulisse waren die Kostüme. Die Zauberin mit violetter Perücke und langen Glace-Handschuhen durfte in pompösen Gewändern ihr Unwesen treiben.

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